Elektromotoren

Dualhärtender Klebstoff verbindet Statoren spannungsausgleichend

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Um zu prüfen, ob die neuen Klebstoffe den Anforderungen standhalten, wurden zahlreiche Tests in den Delo-Labors sowie beim Kunden durchgeführt. Die verklebten Elektromotoren wurden beispielsweise in Temperaturwechseltests (-40 bis 120 °C, 15 Zyklen) gealtert (Bild 5). Schlussendlich fiel bei der Verklebung der Elektromotoren die Wahl auf den Klebstoff Delo-ML DB135.

Er kombiniert eine Reißdehnung von 30% mit einem Temperatureinsatzbereich bis 180 °C. Dazu weist er höhere Auspresskräfte auf und haftet sehr gut auf glatten Metalloberflächen, wodurch zum Beispiel ein aufwendiger Fertigungsschritt zum Aufrauen der Fügefläche eingespart werden kann.

Mit geeigneten UV-Lampen können Bauteile fixiert werden

Weitere Vorteile von ML DB133 und DB135 im Vergleich zu anderen herkömmlichen anaeroben Klebesystemen ist die Option der zusätzlichen Lichthärtung. Selbst undurchstrahlbare Bauteile können mittels geeigneter UV-Lampen in wenigen Sekunden fixiert werden, wenn überschüssiger Klebstoff in Form einer Kehlnaht hervorquillt und einer Lichtquelle zugänglich ist.

Die Bauteile müssen dann nicht fixiert werden, um eine Dejustage zu vermeiden, bis die eigentliche, für die Verbundfestigkeit notwendige, anaerobe Aushärtung abgeschlossen ist. Die gute Adhäsion auf blanken Metallen macht ein Aufrauen der Oberflächen oder das Einfräsen von Rillen überflüssig und hilft daher, zusätzliche Kosten zu sparen.

Dipl.-Ing. Bernd Scholl ist Projektmanager bei der Delo Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KGaA in 86949 Windach.

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