SPI-Software

Durchgängige CAD-Lösung unterstützt schlanke Prozesse

| Autor / Redakteur: Christian Burdorf / Dietmar Kuhn

Die NeSt GmbH fertigt individuelle Maschinenverkleidungen auf modernen Werkzeugmaschinen. Mit SPI-SheetMetal-Inventor und der SPI-TruTops-Schnittstelle (TruTops von Trumpf) steht NeSt nun eine durchgängige Lösung zur Verfügung.
Die NeSt GmbH fertigt individuelle Maschinenverkleidungen auf modernen Werkzeugmaschinen. Mit SPI-SheetMetal-Inventor und der SPI-TruTops-Schnittstelle (TruTops von Trumpf) steht NeSt nun eine durchgängige Lösung zur Verfügung. (Bild: NeSt)

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Die NeSt GmbH aus Herbrechtingen bei Heidenheim an der Brenz ist auf Konstruktion, Fertigung und Montage von individuellen Maschinenverkleidungen spezialisiert. Innerhalb von drei Tagen nach dem ersten Benchmark entschied sich das Unternehmen für den Einsatz einer durchgängigen CAD-Lösung, welche die internen Prozesse verschlankt und den hohen Qualitätsanspruch erfüllt.

Konstruktion, Fertigung und Montage von Maschinenverkleidungen, kompletten Baugruppen und Sonderkonstruktionen sind die Stärken der NeSt GmbH. Im Wesentlichen wird Stahlblech bis zum Finish der Oberfläche verarbeitet. In enger Zusammenarbeit mit dem Kunden entstehen aus Ideen präzise Konstruktionen, die in dem modernen Fertigungsbetrieb realisiert werden. Dabei reicht das Leistungsspektrum von Designstudien über die Erstellung von Konstruktions- und Fertigungszeichnungen bis hin zur Lieferung und Montage der fertigen Produkte. Zum Kundenkreis gehören namhafte Maschinenbauer.

Qualität wird bei NeSt großgeschrieben. Schon Anfang der Neunziger wurde das 1988 gegründete Unternehmen erstmals nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Eine Laserschneidanlage mit 3200 W Leistung garantiert höchste Platinenqualität und kann Bleche bis zu einer Größe von 2 m × 4 m bearbeiten. Die gelaserten Platinen werden mit bis zu Sechs-Achs-NC-Abkantpressen in Form gebracht. Aus den verschiedenen Fertigungslinien werden die Einzelteile zusammengeführt und nach Prüfung auf Vollständigkeit, Maßgenauigkeit, Oberflächenbeschaffenheit und Funktionsfähigkeit endmontiert.

Mit Softwarekombination alle 3D-Zeichnungsformate eingelesen

„Optimale Prozessabläufe und Einsatz modernster Werkzeuge und Verfahren sind für uns seit jeher die Voraussetzungen für unsere hochwertigen Produkte“, erläutert Martin Bäuerle, Produktionsleiter bei NeSt.

Schon seit 1999 verlässt sich NeSt auf das Blechabwicklungsprogramm von SPI aus Ahrensburg, das von dem schwäbischen Unternehmen damals noch für sein CAD-System Mechanical Desktop angeschafft wurde. „2007 haben wir auf die modernere Lösung Autodesk Inventor umgestellt und setzen seither sechs Lizenzen des CAD-Systems gemeinsam mit SPI Blech Inventor ein“, ergänzt Lothar Bayer, Konstruktionsleiter bei NeSt. Diese Softwarekombination ermöglichte es NeSt schon früh, auch 3D-Fremdformate, die es immer öfter als Kundenanfragen bekam, einzulesen und im CAD-Prozess weiterzubearbeiten. Seitdem bei NeSt zusätzlich das Tops-Interface von SPI genutzt wird, ist das Unternehmen nun endgültig weg vom vorherigen Inseldasein der Arbeitsvorbereitung. Konstruktion, AV und Fertigung arbeiten jetzt in einer durchgängigen Prozesskette.

Außer der SPI-Lösung war zuvor ein weiteres Programm im Einsatz, das die benötigten Abwicklungsdaten bereitstellen sollte. „Wir haben damals die 3D-Daten aus dem CAD System als quasi 'dumme' STEP-Datei an die AV weitergegeben. Die haben dann, gewissermaßen auf ihrer Insel, erst die Abwicklung berechnet und dann die Maschinenprogramme entwickelt. In den meisten Fällen musste in der Abwicklung noch zusätzlich relevante Information, beispielsweise Freistellungen, nachgearbeitet werden. Eigentlich wollten wir damit die Konstruktion entlasten und den Gesamtprozess beschleunigen. Oftmals hat uns dieses Vorgehen stattdessen Verzögerungen und eine teilweise überlastete AV beschert“, erinnert sich Konstruktionsleiter Bayer.

Eines Tages erfuhren die NeSt-Mitarbeiter, dass SPI auch eine Tops-Schnittstelle für Inventor im Portfolio hat. Der erste Demonstrationstermin fand dann im April 2014 statt. „Ich war schlicht baff“, erinnert sich Produktionsleiter Bäuerle. „Bereits am nächsten Tag habe ich das Angebot angefordert. Zwei Tage später erfolgte die Bestellung.“

Mit neuer Softwarekombination weg von einer Insellösung

Die erreichten Vorteile fasst Geschäftsführer Jörg Bursian zusammen: „Mit der jetzigen SPI-Softwarekombination haben wir eben keine Insellösung mehr. Das CAD-Programm deckt mit der Maschinenschnittstelle den gesamten Bereich der Prozesskette 'von der Idee bis zur Fertigung' ab, ist durchgängig und verwendet schon im konstruktiven Zusammenhang die Parameter, die vor Ort in der Fertigung tatsächlich zum Einsatz kommen.“ Durch diesen werkzeugbezogenen Ansatz wird die Abwicklung nun von Anfang an mit den Biegeradien berechnet, die sich dann tatsächlich aus dem Kanten ergeben. Dabei werden auch die Eckfreistellungen den realen Biegeradien angepasst und die Art der Freistellung wird abhängig von der zum Einsatz kommenden Maschine berücksichtigt. Die Konstruktionsabteilung liefert die fertigungsgerechte Abwicklung. Das verschlankt den Prozess nun spürbar. Mit SPI SheetMetal Inventor und der SPI TruTops-Schnittstelle steht NeSt eine durchgängige Lösung zur Verfügung, die einen nahtlosen, schlanken Datenstrom von der Konstruktion über die Arbeitsvorbereitung bis zur Produktion sichert, dabei bleibt der Anwender in seiner gewohnten Konstruktionsumgebung.

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