Nachhaltiger Schiffbau Erfolg mit Laser und Reinigungs-Know-how

Ein Gastbeitrag von Peter Klingauf

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Sichtbleche und Metallunterkonstruktionen gehören zur Milliardärsjacht genauso wie zum Kreuzfahrtschiff. Bei Stiegeler Metallbau sorgen Trumpf-Systeme für Prozesssicherheit bei der Herstellung.

Formschöne Sichtteile oder Unterkonstruktionen finden sich in Luxusjachten und Kreuzfahrtschiffen, aber auch in Hoteleinrichtungen. Stiegeler Metallbau ist dafür ein Spezialist, der dazu auf diverse Trumpf-Systeme setzt, um sich das Leben zu erleichtern.
Formschöne Sichtteile oder Unterkonstruktionen finden sich in Luxusjachten und Kreuzfahrtschiffen, aber auch in Hoteleinrichtungen. Stiegeler Metallbau ist dafür ein Spezialist, der dazu auf diverse Trumpf-Systeme setzt, um sich das Leben zu erleichtern.
(Bild: T. S. Gardiner)

Als Georg Stiegeler im Jahr 1985 als frisch gebackener Kunstschlossermeister im bayerischen Ettringen (Unterallgäu) in die Selbstständigkeit ging, hatte er primär sein Handwerk im Sinn: „Ich wollte mich als Kunstschlosser verwirklichen und hatte dafür den ehemaligen Kuhstall meiner Schwiegereltern zur Verfügung.“ Mit einigen Privatkunden gelang das auch recht gut. Allerdings erkannte Stiegeler im Laufe der Jahre, dass sich diese Branche verändert – es wurden andere Arbeiten gewünscht und entsprechend mussten die Abläufe angepasst werden. Insbesondere Aufträge von Kommunen und Hotels dominierten diesen Trend, so dass Stiegeler Anfang der 90er-Jahre seine erste analoge Fräsmaschine anschaffte. Als sein ältester Sohn Christian wenige Jahre später seine Liebe zum Metall entdeckte, beschleunigte sich die Neuausrichtung. Denn gerade mal 17 Jahre alt, überraschte er seinen Vater, indem er als Lehrling bei einer Auktion die erste gebrauchte CNC-Fräsmaschine ersteigerte. Damit war im Jahr 2000 der Startschuss für den Weg zu einem erfolgreichen mittelständischen Metallbaubetrieb gefallen. Christian Stiegeler prägte diesen Kurs dann wesentlich mit. Inzwischen stehen eine 3-Achs- und eine 5-Achs-Fräsmaschine sowie zwei CNC-Drehautomaten mit angetriebenen Werkzeugen bei Stiegeler. Doch auch moderne Trumpf-Systeme sind aus dem Maschinenpark nicht mehr wegzudenken.

Trumpf-Systeme bereichern den Maschinenpark

Seit 2006 leitet Christian Stiegeler als Meister und Betriebswirt mit seinem Vater die Geschäfte. Sie investierten in ein 3D-CAD-System und erweiterten ihren Maschinenpark stetig. Als besonders wichtig bezeichnen die beiden ihre Investitionen in Trumpf-Technik: „Im Jahr 2012 kauften wir unsere erste CO2-Lasermaschine. Damals holten wir uns viele Meinungen ein, verglichen mehrere Anbieter und entschieden uns letztlich für eine gebrauchte Trumpf“, erinnert sich der Juniorchef.

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Damit erhöhte man die Flexibilität sowie die Produktivität deutlich. Gleichzeitig reduzierten die Stiegelers die Durchlaufzeiten für Baustahl- und Edelstahlwerkstücke. Das war vor allem deshalb wichtig, weil 50 Aufträge von Generalunternehmern für den Innenausbau von Kreuzfahrtschiffen, Großjachten, Hotels sowie Luxusboutiquen enorm zunahmen. Wichtige Voraussetzung, um das zu meistern, sind kurze Lieferzeiten und eine hohe Bauteilqualität.

Für letztere Anforderung sind bei Lasermaschinen unter anderem saubere Palettentische von Bedeutung. Hat sich zu viel Schlacke angesetzt, kann diese zum Blech zurück spritzen und gegebenenfalls die Oberfläche optisch beschädigen. Anfangs versuchten die Mitarbeiter von Stiegeler, die Schlacke mechanisch zu entfernen, was zwar mit viel Kraft geschah, aber von wenig Erfolg gerkönt wurde. Ein befreundeter Betrieb gab den Tipp das Trutool TSC 2 von Trumpf auszuprobieren, das die erste Variante eines Auflageleistenreinigers war. Das Gerät konnte zwar „nur“ normale Baustahlschlacke entfernen, wie Georg Stiegeler erzählt, doch damals war es dennoch hilfreich, denn man arbeitete viel mit diesem Material und mussten damit die Palettentische seltener austauschen.

Faserlaser unterstützt Trend zu Messing, Kupfer & Co

Inzwischen ist Stiegeler in mehrfacher Hinsicht einige Schritte weiter, denn man besitzt mit den Trubend 5085 und Trubend 5320 zwei spezielle Biegemaschinen von Trumpf, die sich nach Aussage der Praktiker sehr einfach programmieren, rüsten und bedienen lassen. Und seit 2018 steht mit der Trulaser 3040 fiber zudem eine hochmoderne Festkörperlaser-Anlage samt neuem Auflageleistenreiniger vom Typ Trutool TSC 100 in der Werkshalle. Insbesondere die neue Lasermaschine gilt dabei als besondere Investition für den eher kleinen Mittelständler. Aber das habe sich gelohnt, und Stiegeler ging damit wieder einen großen Schritt in puncto Leistungsangebot nach vorn.

Wichtig ist die Trulaser fiber vor allem wegen den enorm steigenden Anfragen nach Bauteilen aus Messing, Kupfer und Aluminium. Diese Materialien erleben in Großjachten, Kreuzfahrtschiffen und Hoteleinrichtungen nämlich eine echte Renaissance. Georg Stiegeler freut sich darüber, denn als Kunstschlosser liegt ihm der Umgang mit Buntmetallen sowieso im Blut. Er weiß also genau, was beim Bearbeiten dieser Werkstoffe zu beachten ist, was sowohl für das Schweißen und Löten als auch für das Kanten, Biegen oder Schneiden gilt.

Durchlaufzeit schrumpft von Tagen auf Minuten

Auch Christian Stiegeler ist über diese Entwicklung froh und erklärt, warum in diesem Zusammenhang die neue Trulaser fiber mit ihrem Feststofflaser so wichtig ist: „Mit dem CO2-Laser lassen sich Buntmetalle eben nicht schneiden, weil die Reflexion des Laserlichts für die Maschine und für umstehende Personen sehr gefährlich sein kann.“ Die Fremdvergabe solcher Arbeiten kostete aber nicht nur Geld, sie fraß vor allem sehr viel Zeit, führt der Experte weiter aus. Früher hat Stiegeler Buntmetalle bei einem Nachbarbetrieb mit einer Wasserstrahlanlage schneiden lassen. Das dauerte mindestens zwei, meist drei oder mehr Tage. „Mit der Trulaser 3040 fiber brauchen wir für solche Einzelstücke nicht länger als zehn Minuten. Sie schneidet also extrem schnell, ist einfach zu bedienen, und wir entscheiden stets selbst, wann, was auf die Maschine kommt.“

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Dünne Sichtelemente für Innenverkleidungen ist das Arbeitsfeld der Trulaser 3040 fiber, was in einer Materialstärke zwischen einem und sechs Millimeter abläuft. Für den Unterbau werden außerdem Tragrahmen, Befestigungselemente um mehr benötigt, die deutlich dann dicker sein können. Die Trulaser 3040 fiber schneidet problemlos bis zu 25 Millimeter dicken Stahl, Edelstahl und Aluminium. Messing und Kupfer sind bis zu 10 Millimeter möglich. Wegen der großen Verfahrwege in X- und Y-Richtung, die 2 Meter × 4 Meter erlauben, lassen sich auch lange Bauteile wie Treppen oft am Stück vorbereiten.

Nachhaltige Produktivität gelingt per Laserschneiden

Dabei arbeitet die Festkörperlasermaschine enorm nachhaltig und produktiv. Denn im Vergleich zur früheren CO2-Anlage bedarf die Trulaser 3040 fiber 40.000 Kilowattstunden pro Jahr weniger Energie und benötigt kein Lasergas. Beim Schneiden ist sie außerdem rund fünfmal schneller. Auch das Rüsten geht deutlich einfacher vonstatten und gelingt deshalb in viel kürzerer Zeit. Denn während beim alten Laser – abhängig von Materialart und -stärke – stets der entsprechende Schneidkopf eingesetzt und aufwendig eingestellt werden musste, entfallen solche Arbeiten beim Festkörperlaser komplett, weil dieses System mit einem automatischen Düsenwechsler ausgestattet ist.

Zur Nachhaltigkeit trägt auch die Tatsache bei, dass Stiegeler die Auflageleisten der Laserschneidmaschine nicht mehr entsorgen muss, sondern sie effektiv reinigen kann. Denn Schlackebildung lässt sich einfach nicht verhindern. Doch die Entfernung derselben ist keine Hexerei mehr, wenn man das Reinigungssystem Trutool TSC 100 zur Hand nimmt.

Während bei den ersten Modellen Trutool TSC 1 und TSC 2 noch kräftige Walzen die Schlacke zerbröselten, klemmen beim aktuellen Modell zwei gezahnte Reinigungswerkzeuge die Leiste ein, fahren an ihr vertikal nach oben und schaben auf diese Weise die Schlacke gründlich ab, was sowohl seitlich als auch zwischen den Spitzen geschieht. Der wichtigste Unterschied zum Vorgängermodell ist, dass das Gerät wirklich alle Materialien entfernt, die der Laser schneiden kann – also auch hartnäckige Edelstahlschlacke, Messing, Kupfer, Aluminium et cetera.Darüber hinaus lässt sich der Trutool TSC 100 einfach von einem Mitarbeiter bedienen, der das Gerät dazu ansetzt und einschaltet. Dann fährt es die Leiste ab und kann in die nächste Reihe umgesetzt werden. Das dauert bei den 8-Quadratmetern der Trulaser 3040 fiber zwei Stunden. Stiegeler muss nach eigener Aussage nur einmal im Monat einen Reinigungszyklus durchführen. Ein kompletter Plattentausch ist nur noch alle 18 Monate nötig, wie man erfährt.

Lasertisch-Reinigungsgerät amortisiert sich beim ersten Mal

Die Einsparungen durch das Trumpf-Werkzeug betragen allein beim Material einen gut fünfstelligen Eurobetrag pro Jahr. Denn bei den aktuellen Stahlpreisen fallen für die zwei Tische pro Austausch über 3.000 Euro an. Zusätzlich lässt sich einiges an wertvoller Maschinen- und Mitarbeiterzeit besser nutzen. Schließlich dauert die Herstellung der Auflageleisten und der Austausch etwa fünf Mal so lange wie das Reinigen. So gesehen hat sich der Trutool TSC 100 schon nach dem ersten Einsatz für zwei Palettentische bei Stiegeler amortisiert.

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