Laser und Buntmetall Erhöhte Blaulichtlaser-Strahlqualität fügt filigraner

Redakteur: Peter Königsreuther

Laserline hat es wieder geschafft, sein Portfolio in Sachen blaue Laser zu optimieren. Daraus ergeben sich neue Möglichkeiten für das Schweißen dünner Kupferkontakte oder feiner Scanneroptiken.

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Der Blaulichtlaser ist ideal für die Buntmetallbearbeitung. Hier beim Kontakten von Kupfer-Pins. Und Laserline hat es jetzt geschafft, seine 800-W-Laser auf eine Strahlqualität von 20 mm*mrad zu fokussieren.
Der Blaulichtlaser ist ideal für die Buntmetallbearbeitung. Hier beim Kontakten von Kupfer-Pins. Und Laserline hat es jetzt geschafft, seine 800-W-Laser auf eine Strahlqualität von 20 mm*mrad zu fokussieren.
(Bild: Laserline)

Laserline hat sein Portfolio im Segment der LDMblue-Hochleistungs-Diodenlaser mit 450 nm Wellenlänge ergänzt. Diese blauen Diodenlaser setzt man vor allem für die Kupferbearbeitung in der Elektronikindustrie ein. Sie sind jetzt in sechs Leistungsstufen zu haben, die zwischen 300 und 2000 W liegen, sagt Laserline. Noch wichtiger seien aber die Fortschritte in puncto Fokussierbarkeit. Und in der Elektronikfertigung gelten blaue Diodenlaser heute als Schlüsselfaktor, weil Licht im blauen Spektrum von Buntmetallen bis zu 20 mal stärker absorbiert wird als das übliche Infrarotlicht, erklärt Laserline. Das erleichter das Aufschmelzen dieser Metalle, was den Energieeinsatz verringert.

Verdoppelte Strahlqualität freut die Blaulichtlaser-Anwender

Den mit dem Produkt LDMblue 300-20 sowie den LDMblue 800-20 stehen jetzt Ausgangsleistungen bis zu 800 W mit einer Strahlqualität (Strahlparemeterprodukt SSP) von 20 mm*mrad zur Verfügung, betont der Hersteller.

Und bei den 1500-W-Systemen konnte das SSP von zuvor 60 auf 30 mm·mrad verkleinert werden. Der LDMblue 1500-30 bietet deshalb jetzt bei identischer Leistung eine um Faktor zwei verbesserte Strahlqualität, präzisiert Laserline. Darüber hinaus sind für Anwendungen mit mittleren bis hohen Leistungsanforderungen blaue Diodenlaser mit Ausgangsleistungen von 500, 1800 und 2000 W und einem SSP von 60 mm*mrad verfügbar (LDMblue 500-60, 1800-60 und 2000-60).

Fein abstufbare Leistung bringt viele Vorteile in Sachen Verbindungsqualität

Die Fortschritte bei der Strahlqualität sollen vor allem die Verbindung, also das Fügen, im Umkreis der elektrischen Leitertechnik optimieren. Denn durch den kleineren Fokusdurchmesser könnten extrem dünne und sehr filigrane Kupferkontaktierungen präzise geschaffen und sehr schmale Verbindungsnähte entstehen. Auch erlaubt die bessere Strahlqualität einen größeren Abstand zum Werkstück und erleichtert dadurch Scanner-Schweißanwendungen, heißt es weiter. Weitere Vorteile ergeben sich aus der Verbindung mit der fein abgestuften Leistungsregulierung der Laserline-Systeme. Kritische Energieeinträge in nahtangrenzende Bauteilzonen wären passé, weil man von sehr ruhigen Schmelzbädern profitiere. Das vermeidet Spritzer auf den Bauteiloberflächen. Die erkalteten Nähte sind laut Laserline sehr glatt und so gut wie porenfrei – also im Endeffekt sehr stabil und elektrisch optimal leitend.

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