Kampf um Zukunft

Neue Kooperaion zwischen EU und Kanada

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Darum geht es bei der Partnerschaft Kanadas mit der EU:

Inhaltlich soll nach Angaben der EU-Behörde unter anderem in folgenden Bereichen die Kooperation ausgebaut werden:

  • 1. Energie und kritische Rohstoffe: Die EU und Kanada wollen stärker bei der Energiesicherheit zusammenarbeiten – etwa durch eine Machbarkeitsstudie für Flüssiggas-Exporte nach Europa. Auch soll die nukleare Zusammenarbeit zwischen Kanada und der Europäischen Atomgemeinschaft Euratom modernisiert werden. Die Partner wollen europäische Investitionen in die Förderung kanadischer Rohstoffvorkommen erleichtern. Dazu gehören kritische Rohstoffe (etwa seltene Erden), die unter anderem für die Elektromobilität, Windkraftanlagen und auch für die Verteidigungsindustrie wichtig sind, die aber bisher vor allem aus China importiert werden müssen. Die Importe dieser Rohstoffe aus Kanada seien übrigens zwischen 2024 und 2025 um 62 Prozent gestiegen.
  • 2. Handel und Digitales: Beide möchten Handelshemmnisse abbauen, Investitionen fördern, um sich verlässlicher mit wichtigen Gütern versorgen. Ein neues Digitalhandelsabkommen soll grenzüberschreitende Geschäfte erleichtern. Zwischen 2016 und 2025 nahm der beidseitige Handel mit Waren und Dienstleistungen um 80 Prozent zu. Mit der EU ist Kanada derzeit vor allem über das Freihandelsabkommen Ceta eng verbunden. Es wird seit 2017 vorläufig angewendet, ist aber noch immer nicht endgültig in Kraft, weil manche EU-Staaten das Abkommen nicht ratifiziert haben. Die EU ist dabei Kanadas zweitgrößter Handelspartner.
  • 3. Künstliche Intelligenz: Beide Seiten wollen bei der Regulierung und Sicherheit von KI enger zusammenarbeiten. Kanada und die EU wollen außerdem den gegenseitigen Zugang zu ihren digitalen Märkten erleichtern, darunter zu Cloud- und KI-Dienstleistungen sowie der entsprechenden Infrastruktur. Kanada soll zudem in die EU-Hochleistungsrecheninfrastruktur integriert werden.
  • 4. Forschung und Wissenschaft: Kanada soll stärker in das Programm Erasmus+ eingebunden werden. Das läuft noch bis 2027 und unterstützt die Jugend in Sachen Ausbildung, Sport und Bildung, aber dabei auch die internationale Zusammenarbeit zwischen Studenten und Lehrkräften et cetera. Außerdem sollen Hindernisse für Fach- und Forschungskräfte abgebaut und Berufsqualifikationen leichter anerkannt werden.
  • 5. Engere, aber einzigartige, Anbindung Kanadas an die EU: Bis zum Gipfel im Jahr 2027 soll ein Konzept für eine engere Anbindung entstehen – ohne Vollmitgliedschaft. Regelmäßige Treffen sollen helfen, gemeinsame Interessen besser nach außen zu vertreten.
  • 6. Sicherheit, Ukraine und Nahost: Geplant ist mehr Zusammenarbeit bei Verteidigung, Cyberabwehr und Schutz wichtiger Infrastruktur. Beide Seiten bekräftigen ihre Unterstützung für die Ukraine. Kanada will sich auch am EU-Unterstützungskredit für die von Russland angegriffene Ukraine mit 500 Millionen Euro beteiligen.

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