Institut für Umformtechnik (IFU) Fördererkreis Umformtechnik findet immer mehr Zuspruch in der Industrie

Redakteur: Dietmar Kuhn

Uhingen (dk) - Die Mitglieder des Fördererkreises Umformtechnik e.V. (FKU) des Instituts für Umformtechnik (IFU) der Universität Stuttgart, haben sich zur Jahreshauptversammlung in Uhingen getroffen. Das passende Umfeld wurde durch Gastgeber Allgaier geboten, vertreten durch Dr.-Ing. Jürgen Ladwig, Prokurist und Leiter Bereich Automotive.

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Hat trotz seines Lächelns viele, viele und nicht leichte Aufgaben zu bewältigen; Prof. Dr.-Ing. Mathias Liewald, Leiter des Instituts für Umformtechnik (IFU) an der Universität Stuttgart: „Ich würde mir mehr Engagement und Forderungen aus dem Mitgliederkreis des Fördererkreis Umformtechnik (FKU) wünschen.“ Bild: Kuhn
Hat trotz seines Lächelns viele, viele und nicht leichte Aufgaben zu bewältigen; Prof. Dr.-Ing. Mathias Liewald, Leiter des Instituts für Umformtechnik (IFU) an der Universität Stuttgart: „Ich würde mir mehr Engagement und Forderungen aus dem Mitgliederkreis des Fördererkreis Umformtechnik (FKU) wünschen.“ Bild: Kuhn
( Archiv: Vogel Business Media )

Die richtige Einstimmung auf die Migliederversammlung war mit einem Rundgang durch die Fertigung bei Allgaier sichergestellt. Das gastgebende Unternehmen erzielte zuletzt einen Gruppenumsatz von rund 242 Mio. Euro, wovon auf das Stammhaus in Uhingen fast 190 Mio. Euro entfielen. Erreicht wurde dieses Ergebnis von insgesamt 1725 Mitarbeitern - davon 1317 am Standort Uhingen.

Als Leiter der mitgliederversammlung des FKU fungierten Dr.-Ing. Jürgen Hohnhaus als erster Vorsitzender des FKU und Geschäftsfeldleiter Umformtechnik der Dieffenbacher GmbH + Co. KG, sowie durch Prof. Dr.-Ing. Mathias Liewald als Leiter des Instituts für Umformtechnik (IFU) und geschäftsführendes Vorstandsmitglied des FKU.

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Der Finanzstatus des FKU wurde von Dipl.-Ing. Jens Baur vom FKU erläutert. Baur konnte rundum positive Ergebnisse präsentieren. Ein kleines Manko sei demnach aber der Eingang der Mitgliedsbeiträge, die zum einen schleppend und zum anderen auf einem Niveau vergangener Jahre eingehen.

Neue Mitglieder im Förderkreis Umformtechnik

Hervorzuheben ist aber, dass der FKU von 2006 bis 2007 um sieben Mitglieder reicher geworden ist. Mit der Steinel Normalien AG, vertreten durch Uwe Schumann, der Gedia Gebrüder Dingerkus GmbH, vertreten durch Walter Braunschneider und der Wafios AG, vertreten durch Dr. Thomas Blum konnten sich drei der neuen Mitglieder vor Ort vorstellen und präsentieren.

„Trotz der guten Ergebnisse würde ich mir noch mehr Mitglieder und Aktivitäten wünschen“, sagt Liewald. Demnach sind die Anforderungen und Aufgaben für ein Institut heute gewaltig. Auf Grund dessen, dass die öffentlichen Mittel für die Forschung nicht mehr so üppig fließen wie in der Vergangenheit muss, in diesem Falle, über den Förderkreis nachgeholfen werden. „Wir haben zwar jede Menge Equipment für die Umform-Forschung, doch Vieles ist nicht mehr zeitgemäß und aktuell. Die Auf- und Umrüstung ist dringend notwendig. Deshalb bitte ich um noch mehr Engagement der Mitglieder im FKU“, mahnt Liewald.

Institut für Umformtechnik bietet Unterstützung an

Dafür fordert er die Mitglieder auf im Gegenzug die wertvollen Dienstleistungen, die das Institut leisten kann, wie etwa bei der Suche nach Anbieterkreisen, der Recherche bei Lieferanten, Werkstoffen oder gemeinsame Versuche, besser zu nutzen. „Da können wir doch dem einen oder anderen Mitglied ein ganzes Stück entgegenkommen“, meint Institutsleiter Prof. Liewald.

Welches Potenzial sich hinter dem IFU verbirgt wurde deutlich, als Mitarbeiter des IFU die verschiedenen Projekte aus den Bereichen Blechumformung, Massivumformung oder Formgebungsverfahren vortrugen: Zargenspannungsabhängige Ziehsickenregelung, neue Entwicklungen auf dem Gebiet des Fließpressens, Tiefziehen von Blechformteilen bei extremen hydraulischen Gegendrücken, Warmumformung von Magnesiumrohren unter Innendruck, Reibungsmodelle für die Blechumformung oder innovative Verfahren zur Auslegung von Umformwerkzeugen im Fahrzeugbau. Dies expemplarisch nur ein kleiner Ausschnitt der Forschungsprojekte die am IFU laufen.

Über die neuesten Entwicklungen in der Massivumformung werden Interessierte am 8. und 9. Mai 2007 in der Schwabenlandhalle in Fellbach informiert. An diesen Tagen findet dort die die Internationale Konferenz statt.

In diesem Zusammenhang auch auf den erstmals zu vergebenden Innovationspreis des Fördererkreises Umformtechnik e.V. 2007 hinzuweisen. Dabei gibte es je einen Wissenschaftspreis und einen Innovationspreis. Die Preise werden am Abend des 8. Mai im feierlichen Rahmen verliehen.

Dabei geht der Wissenschaftspreis an eine Einzelperson oder Gruppe aus öffentlichen oder industriellen Forschungseinrichtungen für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit mit engem Bezug zur Umformtechnik. Der Innovationspreis geht ebenfalls an eine Einzelperson oder Gruppe aus dem industriellen Umfeld und dort für ein marktfertiges innovatives Produkt oder ein effizientes Herstellungsverfahren bei dem Prozessfortschritt, eine Verbesserung der Kosten-/Nutzenrelation sowie die Entwicklung neuer Absatzmärkte erkennbar ist.

Ein weiteres Highlight des IFU ist der 21. Juni 2007. An diesem Tag ist das IFU für die Aktion „Deutschland - Land der Ideen“ - eine Initiative unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler - für jedermann geöffnet. Dabei werden Einblicke in die Forschung der Umformtechnik vermittelt, speziell aber in den Themenbereichen Simulation, Virtuelle Realität und Augemented Reality in der Blech- und Massivumformung.

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