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Schweißen Frist für DIN EN 1090-1 bei Stahl- und Aluminiumtragwerken verlängert

| Redakteur: Stéphane Itasse

Der Ständige Ausschuss für das Bauwesen (StAB) in Brüssel hat beschlossen, die Übergangsphase für die Einführung der Norm EN 1090-1 „Ausführung von Stahltragwerken und Aluminiumtragwerken – Teil 1: Konformitätsnachweisverfahren für tragende Bauteile“ zu verlängern. Die Hersteller haben nun bis 1. Juli 2014 Zeit, sich auf die neuen Regelungen einzustellen, wie der Deutsche Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V. (DVS), Düsseldorf, mitteilt.

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Die Pflicht zur Zertifizierung von tragenden Stahl- und Aluminiumbauteilen nach EN 1090-1 tritt erst 2014 und nicht schon 2012 in Kraft.
Die Pflicht zur Zertifizierung von tragenden Stahl- und Aluminiumbauteilen nach EN 1090-1 tritt erst 2014 und nicht schon 2012 in Kraft.
(Bild: DVS )

Nach Ablauf dieser Frist sind die ausführenden Unternehmen verpflichtet, nach europäischer Norm zu arbeiten. Ursprünglich sollte die Frist am 1. Juli 2012 ablaufen. Mit der Verlängerung sind die deutschen Bemessungsregelwerke für vorgefertigte Stahl- und Aluminiumbauteile mit Ü-Zeichen entsprechend den Ausführungsnormen noch bis zum Stichtag anwendbar.

CE-Kennzeichnung nach EN 1090-1 in Deutschland seit 2011 möglich

In Deutschland kann seit dem 16. Februar 2011 eine CE-Kennzeichnung von tragenden Bauteilen aus Stahl und Aluminium nach EN 1090-1 erfolgen. Alle Bauvorhaben, die vor dem 1. Juli 2014 begonnen werden, können je nach vertraglichen Festlegungen nach nationalen oder nach europäischen Normen bemessen und ausgeführt werden. Der Zeitpunkt des Abschlusses eines Bauvorhabens ist dabei unerheblich, gültig ist der Starttermin.

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Nicht möglich ist es, beide Regelwerke zugleich anzuwenden. So ist zum Beispiel die Bemessung nach Eurocode 3 und eine Ausführung nach DIN 18800-7 nicht zulässig.

Zertifizierte Schweißkurven für EN 1090-1 sparen hohe Kosten

Unterdessen bietet der Schweißmaschinenhersteller Kemppi zertifizierte Schweißkurven für die Fastmig Pulse 350/450 an. Damit sei bei vielen Anwendungen keine Verfahrensprüfung mehr notwendig. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen könnten dadurch die Kosten von mehr als 1000 Euro pro Schweißprobe für eine Verfahrensprüfung sparen.

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