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Walter Neff

Gesucht wird die älteste, in Betrieb befindliche Neff-Presse

| Redakteur: Frauke Finus

Seit der Unternehmensgründung im Jahre 1947 hat die Walter Neff GmbH über 6000 Pressen im weltweiten Markt installiert. Die meisten sind noch heute im Betrieb. Die Euroblech 2016 ist für Geschäftsführer Oliver Dörmann Anlass, dem Geschäftsbereich „Retrofitting“ neuen Schub zu verleihen. Dies ist mit einer besonderen Attraktion verbunden: Neff sucht die älteste in Betrieb befindliche Presse und lobt dafür drei Preise aus.

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Oliver Dörmann, Geschäftsführer der Walter Neff GmbH Maschinenbau in Karlsruhe: „Unser Thema zur Euroblech 2016 wird das „Retrofitting“ sein, das wir an einer älteren Neff-Presse am Messestand präsentieren. Dort zeigen wir, was alles möglich ist.“
Oliver Dörmann, Geschäftsführer der Walter Neff GmbH Maschinenbau in Karlsruhe: „Unser Thema zur Euroblech 2016 wird das „Retrofitting“ sein, das wir an einer älteren Neff-Presse am Messestand präsentieren. Dort zeigen wir, was alles möglich ist.“
( Bild: Kuhn )

Herr Dörmann, Sie haben sich für die diesjährige Euroblech eine besondere Aktion ausgedacht. Was verbirgt sich dahinter?

Der Pressenbauer Walter Neff GmbH, den es seit 1947 gibt, hat mittlerweile weltweit über 6000 Pressen bei Anwendern in Betrieb. Das ist ein riesiges Potenzial und Basis für den Geschäftsbereich „Retrofitting“, den wir künftig verstärkt ausbauen wollen.

Was ist denn der Anlass für den Ausbau dieses Geschäftsbereiches?

Hintergund sind die aktuellen Regeln des Bestandsschutzes von Maschinen und Anlagen. Davon ausgehend gibt es ja viele Maschinen und Anlagen, die heute nicht mehr oder nur teilweise den Anforderungen den Maschinenrichtlinien entsprechen. Hier wollen wir mit unserem Wissen und Können einhaken und Kunden, die eine Neff-Presse im Betrieb haben ein umfassendes „Retrofit“-Programm anbieten.

Haben Sie dabei nur ein Auge auf Neff-Pressen?

Nein, keinesfalls! Wir wollen diesen Geschäftsbereich „Retrofitting“ für alle Pressenanwender offen halten – auch für Fremdfabrikate. Vorzugsweise sind es halt Neff-Pressen, weil wir dafür das besondere Knowhow haben und für die von uns gelieferten und installierten Maschinen und Anlagen sämtliche technische Unterlagen und Informationen archivieren.

Wie weit erstreckt sich das Angebot von Neff?

Egal, ob es sich um eine Montage- oder Umformpresse handelt, wir sehen uns als Lösungspartner für alle Modernisierungsschritte die notwendig sind. Das betrifft beispielsweise die Hydraulik genauso wie die Steuerung oder das Materialhandling. Darüber hinaus werden die Themen Automatisierung und Energieeffizienz eine große Rolle spielen. Hier können wir alles aus einer Hand anbieten. Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme aus der wir das gesamte Lösungspaket generieren und anbieten und endet bei der Neuinbetriebnahme der Anlage. Der Kunde erhält dadurch eine völlig neuwertige Maschine.

Das Geschäft mit der Anlagenmodernisierung wollen Sie auf der Euroblech 2016 im Oktober in Hannover besonders herausstellen?

Ja, unser Messethema wird in diesem Jahr das „Retrofitting“ sein, das wir umfassend darstellen werden. Dazu werden wir eine alte Neff-Presse auf dem Messestand haben, an der wir den Besuchern demonstrieren, was wir unter „Retrofit“ verstehen und was der Kunde von uns erwarten kann.

Wie wollen Sie denn Ihre Kunden beziehungsweise Anwender für diese Präsentation erreichen, wie machen Sie darauf aufmerksam?

Dazu haben wir uns eine besondere Aktion einfallen lassen. Denn speziell zu diesem Anlass suchen wir die älteste noch im Betrieb befindliche Neff-Presse. Das heißt Anwender, die eine solche Presse, sei sie 40, 25, oder auch nur 5 Jahre alt, in Betrieb haben sollten sich bei uns melden. Sie sollten ihre Anlage mit einem oder mehreren Bildern, einer kurzen Beschreibung der Presse und der Produkte die darauf gefertigt werden vorstellen.

Erhoffen Sie sich davon viele Interessenten?

Ja, ich denke schon. Denn einerseits ist die neue Bestandsregelung für Maschinen und Anlagen schon Anlass genug. Andererseits ist eine modernisierte und überholte Anlage oft 30 bis 40 % preiswerter als eine vergleichbare Neue und mit einer überholten Maschine kann der Kunde sein bisheriges Produktspektrum auch wesentlich erweitern, um nur einige Vorteile zu nennen. Darüber hinaus erwartet die drei Anwender mit den ältesten Neff-Pressen wertvolle Preise, die ich hier noch nicht verraten will. Zudem sollen die „Sieger“ nach der Euroblech jeweils in Anwenderstorys in der Fachpresse präsentiert werden.

Bedeutet die Forcierung des „Retrofit“-Geschäftes, dass Neff auch mit Gebrauchtmaschinen handelt?

Nein! Ein Gebrauchtmaschinengeschäft werden wir daraus keinesfalls ableiten. Wir konzentrieren und voll auf Maschinen und Anlagen die beim Kunden sind und dort verbleiben. Die Modernisierungsmaßnahmen werden wir auch vor Ort vornehmen. Sollte dies mal nicht möglich sein, machen wir das hier in Karlsruhe-Neureut.

Neff auf der Euroblech 2016: Halle 27, Stand E90

Weitere Meldungen zur Euroblech finden Sie in unserem Special.

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