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Unabhängig von diesen strategischen Weichenstellungen hat der amtierende Vorstand es aus Sicht von Grenzebach versäumt, rechtzeitig geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um den massiven Auftragsrückgang der Kuka AG zu kompensieren und die Finanzierung zu sichern. So hatte der Vorstandsvorsitzende Dr. Horst Kayser noch im Februar dieses Jahres der Presse gesagt, es bestehe keine Gefahr, dass größere Einschnitte notwendig würden.
Grenzebach moniert verfehlte Personalpolitik im Roboterbereich
Ein weiterer wesentlicher Kritikpunkt liegt in der verfehlten Personalpolitik des Vorstandes. Vor allem die Robotersparte hat in den vergangenen Monaten weite Teile ihres Führungspersonals verloren. So hat man sich von drei der vier Geschäftsführer der Robotersparte getrennt, ohne adäquate Nachfolgelösungen zu haben.
„Kuka ist ein Unternehmen, das über hervorragende Technologien verfügt. Jetzt geht es darum, die PS nicht nur auf die Straße, sondern auch in die Wachstumsmärkte von morgen zu bekommen. Damit muss Kuka anfangen, bevor diese Märkte von anderen besetzt sind“, sagt Grenzebach-Geschäftsführer Bernd Minning.
Aufsichtsrat schaut dem „Treiben“ der Kuka-Vorstände tatenlos zu
Als Begründung für die Abberufung des Aufsichtsratsvorsitzenden führte Grenzebach an, dass der Aufsichtsrat unter dem Vorsitz von Dr. Rolf Bartke die Versäumnisse des Vorstands tatenlos hingenommen habe. Zahlreiche neue Anwendungen der von Kuka entwickelten Robotertechnik seien im Aufsichtsrat gar nicht oder nur unzureichend erörtert worden.
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