Werkzeugmaschinen Große Schnitttiefen und hohe Vorschübe sind das Maß bei der Schwerzerspanung

Autor / Redakteur: Hannes Zipse / Frank Fladerer

Bei der Bearbeitung von Gussbauteilen mit einem verfahrensbedingt großen Aufmaß wünschen sich die Anwender für die Schruppbearbeitung eine gute Kraftentfaltung. Aber auch bei der Bearbeitung

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Bild 1: Eine hohe Schnittgeschwindigkeit ist bei der Schwerzerspanung nicht unbedingt ausschlaggebend. Wichtiger sind große Schnitttiefen bei gleichzeitig hohen Vorschüben.
Bild 1: Eine hohe Schnittgeschwindigkeit ist bei der Schwerzerspanung nicht unbedingt ausschlaggebend. Wichtiger sind große Schnitttiefen bei gleichzeitig hohen Vorschüben.
( Archiv: Vogel Business Media )

Bei der Bearbeitung von Gussbauteilen mit einem verfahrensbedingt großen Aufmaß wünschen sich die Anwender für die Schruppbearbeitung eine gute Kraftentfaltung. Aber auch bei der Bearbeitung von zähen und schwer zu zerspanenden Werkstoffen wie Titan, rostfreien und hochlegierten Stählen oder Sonderstählen kommen viele Maschinen mitunter an ihre Leistungs- oder Stabilitätsgrenzen.

Ein Ansatz für eine erfolgreiche Schwerzerspanung ist, die Werkzeugmaschine als mehrgliedrige, mechanische Kette zu betrachten. Die Werkzeugmaschine stellt die Grundlage dar.

Bildergalerie

Nur wenn die hohen Prozesskräfte und die Anregung durch den Schneideneintritt von der Maschinenstruktur aufgenommen werden, kann auch die installierte Leistung erfolgreich in Zeitspanvolumen umgesetzt werden. Entscheidend für den Erfolg bei der Schwerzerspanung ist die umfassende Betrachtung einer Bearbeitungsaufgabe.

Nur wenn das gesamte System bestehend aus Werkzeugmaschine, Vorrichtung, Werkstück, Werkzeug und Bearbeitungsprozess als eine Einheit betrachtet wird, kann ein stabiler und wirtschaftlicher Prozess im oberen Leistungsspektrum etabliert werden (Bild 1).

Schwerzerpanung erfordert Einheit von Maschine und Bearbeitungsprozess

Das schwächste Glied dieser Kette entscheidet oft über Erfolg oder Misserfolg. Damit ist eine stabile und leistungsstarke Werkzeugmaschine in Verbindung mit einem optimal ausgelegten Prozess der sichere Schlüssel zum Erfolg.

An dieser Stelle setzt die neueste Entwicklung von Heller an. Bei der Konstruktion der horizontalen Bearbeitungszentren der Baureihe H wurden Leistungsreserven eingeplant, damit die robusten Maschinen auch in den Grenzbereichen voll belastbar sind. Dazu trägt die bei den Modellen H 2000 (Bild 2 – siehe Bildergalerie) und H 4000 verwendete doppelt angetriebene Z-Achse bei.

Steifes Maschinenbett und steife Komponenten für die Schwerzerspanung

Nicht die Zehntelsekunde entscheidet – die Produktion muss laufen. Sieben Tage im Dreischichtbetrieb. Eine eigensteife Konstruktion des Maschinenbettes sowie Komponenten, die von Anfang an auf maximale Steifigkeit bei guter Dämpfung ausgelegt wurden, sind deshalb als Grundvoraussetzung für die Schwerzerspanung zu sehen.

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