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Modulare Frässysteme

Haimer und Kennametal vereinbaren Technologiepartnerschaft

| Redakteur: Rüdiger Kroh

In einer gemeinsamen Entwicklungskooperation haben Haimer und Kennametal die Schnittstelle Duo-Lock für modulare Fräswerkzeuge optimiert und marktreif gemacht. Das Zeitspanvolumen soll sich mehr als verdoppeln.

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Sehr steife und genaue Duo-Lock-Schnittstelle für modulare Werkzeugsysteme.
Sehr steife und genaue Duo-Lock-Schnittstelle für modulare Werkzeugsysteme.
( Bild: Haimer )

Eine Technologiepartnerschaft und Entwicklungskooperation für modulare Frässysteme haben die Kennametal Inc. und die Haimer GmbH vereinbart. Wie die Unternehmen mitteilten beinhaltet der Vertrag eine Kreuzlizensierung und stellt die Weichen für eine langfristige Partnerschaft.

Mehrwert durch Zusammenführen von zwei Entwicklungen

„Wir haben in der Partnerschaft zwei Entwicklungen zum gleichen Thema zusammengeführt und dadurch einen Mehrwert erzielt”, erläuterte Andreas Haimer, Geschäftsführer der Haimer GmbH, auf einer Pressekonferenz. Und Dr.-Ing. Tilo Krieg, Director Global Product Management Holemaking and Solid Endmilling Products bei Kennametal, ergänzte: „Die Entwicklungskooperation ist eine Win-win-Situation und mit der modularen Schnittstelle Duo-Lock für Hartmetall-Werkzeugköpfe werden wir den Markt für modulare Werkzeuge beim Fräsen verändern.”

Zum ersten Mal werden die beiden Unternehmen das Duo-Lock-System auf der IMTS in Chicago und dann auf der AMB in Stuttgart vorstellen. Dort ist dann ein neues Portfolio an Fräsköpfen, Monoblock-Aufnahmen und Verlängerungen in allen üblichen Spindelverbindungen zu sehen.

Verdoppelung des Zeitspanvolumens

Der Hintergrund für die Entwicklung sind die in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegenen Kosten für Hartmetall. „Aber die derzeit bestehenden modularen Werkzeugsysteme haben ihre Schwäche in der Schnittstelle”, erklärte Oliver Sax, Leiter des Produktmanagements und Mitglied der Geschäftsleitung bei Haimer. „Aus diesem Grund kann das Potential der Werkzeugköpfe nicht vollständig ausgeschöpft werden, da ansonsten die Gefahr von Werkzeugbruch in der Schnittstelle besteht.”

Die Duo-Lock-Schnittstelle basiert auf einem innovativen Gewindedesign mit patentiertem Doppelkonus und zusätzlicher dritter Abstützfläche im hinteren Bereich der Schnittstelle. „Damit erreichen wir eine hohe Steifigkeit und Rundlaufgenauigkeit”, so Sax. So eröffne sich ein Leistungsbereich mit einer axialen Zustellung bis 1,5 × D. „Das Zeitspanvolumen in herkömmlichen Fräsanwendungen kann damit mehr als verdoppelt werden”, betonte Thilo Müller, Manager Solid Carbide End Milling bei Kennametal.

Lizenznehmer sind erwünscht

Analog wie bei der Safe-Lock-Schnittstelle soll auch Duo-Lock zukünftig weiteren Werkzeugherstellern über eine Lizenz zugänglich gemacht werden. „Wir wollen für modulare Fräser einen neuen Systemstandard etablieren und sind offen für weitere Partner”, stellte Haimer heraus. „Und ich bin sicher, dass es bald weitere Lizenznehmer geben wird.”

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