Umformtechnik Herausforderungen beim Metalldrücken zeigen erst die Kompetenzen

Autor / Redakteur: Dietmar Kuhn / Dietmar Kuhn

Unter Metalldrücken versteht man eine Fertigungstechnik der Formgebung, womit sämtliche plastisch verformbaren Metalle zu spezifischen Hohlkörperformen nach DIN 8582 umgeformt werden. Dabei wird das Ausgangsmaterial, normalerweise eine fixierte Blechronde in rotierender Bewegung versetzt, um mit Hilfe einer formgebenden Drückrolle und einem entsprechenden Drückwerkzeug rotationssymetrische Endprodukte unteschiedlichster Geometrie zu erzeugen.

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Dies geschieht, dem Stand der heutigen Umformtechnik nach meist auf automatisierten Drückmaschinen. Die Drückrolle glättet gleichzeitig das Werkstück und Kanten können in einem Prozess ebenso bearbeitet werden.

Metalldrücken ist auch Kunst

Dass Metalldrücken eine Kunst ist und, dass der Metalldrücker dabei vor allem viel Einfühlungsvermögen und Gefühl für den Werkstoff mitbringen muss, umd die Formgebung zu beherrschen, beobachteten wir bei der Hommel GmbH Metalldrückerei in Bad Überkingen.

Ein paar geübte Handgriffe und schon ist die Blechronde auf der Leifeld-Drückmaschine eingespannt. Ein Knopfdruck und schon rotiert die Scheibe, wird von einer Rolle sichtlich sanft berührt und der Umformprozess beginnt. Langsam wird die Kontur sichtbar und in wenigen Minuten spannt der Werker ein Umformendprodukt, vielleicht ein Leuchtenschirm oder ein OP-Reflektor, aus der Maschine.

„Wir sind ein klassischer Hersteller von rotationssymmetrischen Umformprodukten“, sagt Günter Hommel, der zusammen mit Michael Hommel geschäftsführender Inhaber der Hommel GmbH Metalldrückerei ist, und erzählt, wie der Großvater Jakob Hommel dieses heute 20 Mitarbeiter zählende Unternehmen 1946 gegründet hat. Schon der Großvater erlernte damals den Beruf des Metalldrückers.

Maschinen erweitern Möglichkeiten des Metalldrückens sehr

Zu dieser Zeit war das Metalldrücken noch echte Handarbeit und es konnte, aufgrund der zur Verfügung stehenden Körperkraft des Metalldrückers selbst, in Abhängigkeit mit der damals maschinell technischen Möglichkeit, nur ein begrenzter Produktbereich offeriert und abgedeckt werden. „Heute“, so Hommel, können wir mit unserem Wissen und unseren Fertigungskapazitäten nahezu die gesamte Bandbreite der modernen Drücktechnologie abdecken.“

Von kleinsten bis großen Durchmessern (3000 mm) und einer Einsatzwandstärke von wenigen Zehntelstmillimetern bis hin zu massiven Stärken drückt Hommel für seine Kunden die individuellsten Wunschvorstellungen real in Form. Und was die Hommel Metalldrückerei so alles macht, das macht sie ausschließlich auf Leifeld-Maschinen. Von diesen ist Günter Hommel überzeugt, denn diese weltmarktführende “Made in Germany“-Maschinentechnologie, bildet in Kombination mit entsprechenden Umformspezialisten die hoch effektive Basis für ein gelungenes Endprodukt.

An einigen interessanten Bildern, die im Besprechungsraum bei Hommel hängen, erklärt der Firmenchef, was es damit auf sich hat und gibt einen Überblick über das, was mit Metalldrücken so alles machbar ist.

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