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Mundan

High-Speed-Punktschweißen made in Japan

| Autor/ Redakteur: Dietmar Bönninger / Frauke Finus

Das japanischeTisch-Punktschweißgerät Myspot hilft intelligent beim Verbinden von Teilen. Die Hauptparameter Kraft, Strom und Zeit sind im Gerät hinterlegt, sodass der Bediener per Touchscreen nur Material und Blechdicke auswählen muss. Mit einer neuartigen Invertertechnologie wird jetzt mit der horizontalen Schweißelektrode ein noch besseres Schweißergebnis erzielt.

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Die Schweißleistung der High-Speed-Myspot ist in der Lage, ein hohes Stromvolumen in sehr kurzer Zeit (0,01 Sekunden) abzugeben. Im Gegensatz zur Kondensatoren-Entladung ist die Stromwellenform jedoch steuerbar.
Die Schweißleistung der High-Speed-Myspot ist in der Lage, ein hohes Stromvolumen in sehr kurzer Zeit (0,01 Sekunden) abzugeben. Im Gegensatz zur Kondensatoren-Entladung ist die Stromwellenform jedoch steuerbar.
( Bild: Mundan )

Das Prinzip des Mysopt-Gerätes ist einfach. Die Philosophie ist, das Gerät so einfach wie möglich bedienbar zu machen. Um die Hauptparameter für das Widerstandspunktschweißen (Kraft, Strom und Zeit) einzustellen, wählt der Bediener auf einem Touchscreen lediglich das zu schweißende Material sowie die Blechdicke aus. Im Gerät selbst sind zum Beispiel auch für verzinkte Stahlbleche und Edelstahl die Schweißparameter hinterlegt und werden dann für die angegebene Schweißaufgabe abgerufen. Der Vorteil: Tiefere Kenntnisse der Widerstandsschweißungen sind somit für den Bediener nicht zwingend erforderlich.

Neben der ohnehin schon geringen Beeinflussung der Oberflächenqualität auf der Unterseite des Werkstückes (die untere Schweißelektrode ist eine aus Kupfer bestehende Tischplatte) wird mit der neusten Version von Myspot ein noch besseres Schweißergebnis ohne Brandflecken und Deformationen erzielt. Die aufgewendete Energie ist unmittelbar, sodass die Umgebungsluft nicht verbrennt. Dieses Resultat ist vor allem für Edelstahlteile interessant, die nach der Schweißung nicht weiter oberflächenbehandelt werden.

Probeschweißungen und Lehrgänge in Duisburg möglich

Das Kernkonzept einer flexiblen Punktschweißung, die geringen Betriebskosten, der verkürzte Prozesszeit sowie der einfachen Handhabung der meisten Werkstücke (auch zum Beispiel Schaltschränke) durch nur einen Bediener beziehungsweise Schweißer ist unverändert geblieben. Die Schweißleistung der High-Speed-Mayspot ist in der Lage, ein hohes Stromvolumen in sehr kurzer Zeit (0,01 Sekunden) abzugeben. Im Gegensatz zur Kondensatoren-Entladung ist die Stromwellenform jedoch steuerbar. Die zwei ersten Mypot-Geräte werden in Kürze im deutschprachigen Raum ausgeliefert. Eine dieser Anlagen wird bei den Widerstandsschweißspezialisten der SLV Duisburg dann auch für Probeschweißungen und Lehrgänge zur Verfügung stehen.

Hervorzuheben sind neben dem schnellen Aufbau des hohen Schweißstomes und dem kontrollierten Stromabbau durch den High-Speed-Inverter, dass das „unsichtbare“ Schweißen von Muttern möglich gemacht wird, das Schweißen von Gittern extrem sauber vonstattengeht, nur sehr geringe Schweißabdrücke auftreten, kein Spalt zwischen Blechen entsteht, nur minimale Überwölbungen auf der Unterseite des Werkstückes entstehen sowie die Energiekosten auf ein 1/7 reduziert werden. Der vertikale Schweißelektrodenarm ist ebenfalls unverändert. Man erreicht leicht den Boden einer tiefen Box, kann den Schweißelektrodenarm um 360° drehen und auch das Schweißen von Schrauben und Muttern ist (spritzerfrei) möglich.

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