Zerspanungswerkzeuge Kennametal hat die höchsten Wachstumsraten in Osteuropa

Redakteur: Rüdiger Kroh

Mit Dr. Kemal Yegenoglu, President Europe von Kennametal, und Gérald Goubau, Managing Director Sales & Services, sprachen wir im Vorfeld der Messe EMO Hannover 2007 über seine Erwartungen und die Marktsituation.

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Gérald Goubau, Managing Director Sales & Services von Kennametal Europe.
Gérald Goubau, Managing Director Sales & Services von Kennametal Europe.
( Archiv: Vogel Business Media )

MM: Welche Erwartungen haben Sie an die EMO?

Yegenoglu: Wir erzielen bei Kennametal weltweit etwa 45% unseres Umsatzes mit Produkten, die nicht älter als fünf Jahre sind. Diese Innovationsstärke und die Technologieführerschaft wollen wir auch bei der EMO durch unsere Produkte und Dienstleistungen demonstrieren.

Goubau: Services gewinnen fortlaufend an Bedeutung. Im derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld benötigen unsere Kunden alle Ressourcen, um sich auf die direkten Produktionsanforderungen zu konzentrieren. Deshalb suchen sie einen Partner, der ihnen bei der Werkzeugauswahl Unterstützung leisten kann. Kennametal hat im Rahmen des Konzeptes „Kennametal Complete“ ein breites Portfolio an Dienstleistungen zusammen gestellt, das den Kunden diesbezüglich hilfreich ist. Dies werden die Interessenten an unserem Messestand live erleben.

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MM: Wie beurteilen Sie die aktuelle wirtschaftliche Situation der Werkzeugbranche und Ihres Unternehmens?

Yegenoglu: Wir sehen derzeit sehr gute Entwicklungen und Marktbedingungen in den meisten Ländern Westeuropas, wobei die höchsten Wachstumsraten in den sich entwickelnden Märkten Osteuropas, Russlands und in der Türkei erzielt werden. Dementsprechend fokussieren wir auch mit unserer Wachstumsstrategie auf diese Märkte.

So haben wir im Mai diesen Jahres ein neues Customer Service Center in Poznan in Polen eröffnet, das einen bestmöglichen Kundenservice durch standardisierte Abläufe und erhöhte Kapazitäten für Tschechien, die Slowakei und Polen bieten soll. Weiterhin wurde Ende April eine Tochtergesellschaft in Russland gegründet.

Aber auch in den Märkten Westeuropas profitieren wir von der guten wirtschaftlichen Entwicklung und der erfolgreichen Umsetzung unserer Strategie. Wir haben im vergangenen Geschäftsjahr in den deutschen Werken mehrere Millionen Euro investiert, und die Niederlassung in Italien wird derzeit durch ein neues Test- und Demonstrationszentrum verstärkt.

MM: Was ist der Schwerpunkt Ihres Messeauftritts?

Yegenoglu: Auf der EMO werden wir beispielsweise das Dodeka-Fräsprogramm zum Planfräsen vorstellen, das die Produktivität bei gleichem Leistungsverbrauch der Frässpindel um 30% im Vergleich zu bisher am Markt verfügbaren Produkten steigert. Wir präsentieren außerdem den 2x2–Drill, einen Vollhartmetallbohrer, der durch seine zwei Bohrspitzen und eine kontinuierliche Spannut von Spitze zu Spitze, zweimal eingesetzt werden kann, ohne dass er nachgeschliffen werden muss.

Eine weitere Innovation wird die Präsentation der modularen KSEM-Platte für austentischen Edelstahl sein. Mit dieser Platte wird eine bis zu 200% längere Standzeit bei besseren Schneideigenschaften erzielt. Sie ermöglicht sichere Bearbeitungsprozesse bei schwierigen Operationen und Materialien. Es ist eine Wegwerfplatte, daher ergeben sich keine Probleme mit Nachschleifen oder Leistungsprobleme wie mit nachgeschliffenen Bohrern.

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