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Infrarotstrahler Kfz-Sitzlehnenkaschierung mit über 70 % weniger Energiebedarf

Redakteur: Peter Königsreuther

Bei KJ Ryan in Coventry hat man in moderne Infrarotsysteme von Heraeus Noblelight investiert. Der Automobilzulieferer hat in Sachen Energieeffizienz dabei absolut richtig entschieden...

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Hereaus-Infrarot-Wärmesysteme sparen einem britischen Automobilzulieferer bei der Herstellung von Sitzrücklehnen jetzt massiv Energiekosten ein.
Hereaus-Infrarot-Wärmesysteme sparen einem britischen Automobilzulieferer bei der Herstellung von Sitzrücklehnen jetzt massiv Energiekosten ein.
(Bild: M. J. Toole)

KJ Ryan hat sich auf die Herstellung von Innenverkleidungen für Automobile spezialisiert. Das Spektrum reicht von einzelnen Komponenten bis hin zu kompletten Fahrzeuginnenräumen, so Heraeus Noblelight. Typische Materialien für die Verkleidungen sind der Kunststoff PVC, weiche Stoffe und Leder, die für Komponenten wie Armlehnen, Sitzrückwände, Schaltmanschetten und Türverkleidungseinsätze verarbeitet werden. Als ein neues Projekt zur Verkleidung von Sitzrückenlehnen in den Startlöchern stand, arbeitete KJ Ryan mit P&D Engineering, einem Experten für Kaschieranlagen und dem Strahlerspezialisten Heraeus Noblelight zusammen.

Mittelwellige Infrarotstrahler stellen Keramikheizelemente in den Schatten

Für die Verkleidung von Sitzrückenlehne wird das Deckmaterial zugeschnitten und mit Klebstoff beschichtet. Dann wird der Zuschnitt und die Lehne in die Unterseite beziehungsweise Oberseite einer Presse gelegt. Dann fährt eine Heizeinheit in die Anlage und erwärmt die beiden Komponenten. Dabei wird die Klebstoffbeschichtung aktiviert und das Deckmaterial geschmeidiger. Sind die Solltemperaturen erreicht, fährt das Heizsystem heraus. Die Rückenlehne wird anschließen mit dem Deckmaterial verpresst und kann schließlich aus der Presse entnommen werden.

In früheren Anlagen kamen dafür keramische Heizelemente zum Einsatz. Diese haben aber einen großen Energiebedarf und mussten zudem in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden. In der neuen Presse kommen statt der Keramikstrahler nun zwölf schnell heizende, mittelwellige Infrarotstrahler von Heraeus Noblelight zum Einsatz. Diese haben den Energiebedarf um satte 73 % reduzieren können.

Briten sind Wiederholungstäter aus Überzeugung

Durch ihre schnelle Reaktionszeit sind erheblich kürzere Hochlaufzeiten möglich, was folglich die Zykluszeiten deutlich verkürzt. Darüber hinaus konnten auch die Gesamtkosten gesenkt werden, weil das neue Infrarotsystem eine deutlich längere Lebensdauer hat. wie Heraeus Noblelight erklärt. So müssten die Strahler recht selten ausgetauscht werden und der Wartungsaufwand werde minimiert.

„Wir sind mit der Leistung der neuen Pressen so zufrieden, dass wir bereits zwei weitere Anlagen mit Infrarotsystem beauftragt haben", kommentiert James Billingham, Projektingenieur bei KJ Ryan.

Im Zweifel steht ein Testzentrum bereit, um das Beste herauszuholen

Heraeus Noblelight macht Infrarot- und UV-Strahlung seit vielen Jahren für Industrie und Wissenschaft nutzbar. Das hauseigene Anwendungszentrum bietet die Möglichkeit, praxisnahe Tests mit kompetenter technischer Betreuung durchzuführen. Die Tests werden zusammen mit den Kunden ausgewertet und diskutiert. Dabei wird für jeden Anwendungsfall der beste Strahlertyp und die beste Konfiguration erarbeitet, informiert Heraeus Noblelight.

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