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Das einzulagernde Rohmaterial wird von den Mitarbeitern des Jobshops an der Anlage bereitgestellt und über das Regalbediengerät an einen freien Palettenplatz transportiert. Die Vergabe der Lagerorte erfolgt nach dem Prinzip der chaotischen Lagerung vollautomatisch durch das Warehouse-Management-System Pro WMS Enterprise des Anbieters Remmert.
Software bietet jederzeit Überblick über den Bestand im Blechlager
Neben den Lagerorten verwaltet die Software die dazugehörigen Artikelbezeichnungen, Artikelnummern und Materialmengen. Dies ermöglicht dem Lohnfertiger jederzeit einen genauen Überblick über die aktuellen Bestände und gewährleistet so größtmögliche Transparenz im Lager. Außerdem verfügt die Software über verschiedene Optimierungsstrategien, die beispielsweise festlegen, welche Maschine mit welcher Präferenz angefahren wird.
Alle relevanten Bestandsdaten übergibt das übergeordnete Warehouse-Management-System an das ERP-System Infor. Davon abgesehen kommuniziert die Logistiksoftware mit den drei Trumpf-Maschinen: Steht ein neuer Auftrag zur Bearbeitung an, ordern die Laser über eine Datenschnittstelle das benötigte Material aus dem Lager. Die Anlage übergibt die Platinen der entsprechenden Maschine, das Restmaterial wird danach verwogen und wieder zurückgelagert.
Anbieter für das Blechlager auch wegen Schnittstellenkompetenz ausgewählt
Die beiden Trumpf-Laser hatte 2Cut bereits vor der Lagerintegration im Einsatz. Die Kombimaschine Trumatic TC 7000 wurde im Zuge der Restrukturierung neu angeschafft. „Ausschlaggebend bei der Auswahl unseres Lageranbieters waren nicht allein Kriterien wie Anlagenleistung, Qualität und Service. Der Anbieter sollte auch über eine fundierte Schnittstellenkompetenz verfügen, um unsere Maschinen physisch und datentechnisch an das Lager anzubinden“, berichtet Geschäftsführer Heinzig und fügt dann hinzu: „Remmert hat diese Aufgabe hervorragend umgesetzt. Wir waren bei der Maschinenanbindung wie gewünscht komplett außen vor und konnten uns 100-%-ig auf unseren Dienstleister verlassen.“
Und Matthias Remmert, Geschäftsführer der Friedrich Remmert GmbH, ergänzt: „Aufgrund der hohen Integrationsfähigkeit unseres Lagersystems und unserer Logistiksoftware ist 2Cut heute schon für zukünftige Veränderungen gerüstet: Schafft das Unternehmen neue Maschinen an, integrieren unsere Experten diese problemlos und unabhängig vom Hersteller in die bestehende Blechzelle.“
Blechlager ermöglicht Zeitersparnis von rund 60 %
Durch den Einsatz der neuen Blechzelle erzielt 2Cut eine Zeitersparnis von rund 60 % im Materialhandling. Dies macht sich insbesondere bei den vielen kleinlosigen Aufträgen des Jobshops bemerkbar. „In den früheren Räumlichkeiten konnten wir die Arbeitsabläufe aufgrund der geringen Fläche nicht optimal gestalten. Beispielsweise waren längere Transportwege vom Lagerort zu den Bearbeitungsmaschinen oftmals nicht zu vermeiden“, erinnert sich Mario Heinzig. „Heute profitieren wir von optimalen Material- und Datenflüssen und haben so die Standzeiten unserer CNC-Maschinen um mindestens 40 % reduziert.“ Zusammengefasst erzielt der Lohnfertiger folgende Verbesserungen:
- Das neue Blechlager verkleinert die benötigte Lagergrundfläche im Vergleich zur früheren Lösung um gut 60 % und spart den Einsatz von drei Lagerarbeitern, die heute im Produktivbereich eingesetzt werden.
- Durch die vollautomatische Verknüpfung von Lagersystem und Bearbeitungsmaschinen profitiert 2Cut von einem extrem effizienten Materialhandling und deutlich verbesserten Maschinenlaufzeiten.
- Das Warehouse-Management-System PRO WMS sichert dem Jobshop eine zeitnahe Bestandsverwaltung und eine permanente Bestandskontrolle.
- Die investitionssichere Blechzelle ist vorgerichtet für neue Maschinen und Technologien und kann in Zukunft problemlos sowohl bearbeitungs- als auch informationstechnisch ausgebaut werden.
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