Erodieren Korrosionsfreie Drahterosion für den Stanzwerkzeugbau

Autor / Redakteur: Klaus Malle / Dietmar Kuhn

Ein Unternehmen, das elektrische Kontakte und ähnliche Metallteile herstellt, hat höchste Ansprüche an die Stanz- und Folgeverbundwerkzeuge in Bezug auf Genauigkeit und Standmenge. Die bisherigen Ergebnisse beim Drahterodieren von Aktivteilen wie Stempeln und Matrizen aus Hartmetall lassen sich verbessern, wenn auf einer Maschine mit Ölbad gearbeitet wird.

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Die Ergebnisse beim Herstellen von Umformwerkzeugen mittels Drahterodieren lassen sich verbessern, wenn auf einer Erodiermaschine mit Ölbad gearbeitet wird.
Die Ergebnisse beim Herstellen von Umformwerkzeugen mittels Drahterodieren lassen sich verbessern, wenn auf einer Erodiermaschine mit Ölbad gearbeitet wird.
( Archiv: Vogel Business Media )

Dies geschieht seit wenigen Monaten bei einem Stanzbetrieb auf einer Maschine von GF Agie Charmilles: Die SFT X. Settele, Stanz- und Formtechnik GmbH & Co. KG, Halblech, ist ein mittelständisches Unternehmen, in dem hochgenaue Stanz- und Stanz-Biegeteile in Großserie produziert werden. Das sind vielfach elektrische Kontakte aus Messing und Bronze (50%), metallische Stifte (25%), Klemmen (15%) und Montageteile (10%). SFT ist zertifiziert nach den Qualitätsmanagementsystemen der DQS.

Stanzwerkzeuge baut SFT selbst

Abnehmer sind Betriebe der Elektroindustrie und der Elektronik, der Automobilindustrie sowie Hersteller von Haushaltsgeräten. Die eingesetzten Stanz- und Folgeverbundwerkzeuge werden im eigenen Werkzeugbau entwickelt, konstruiert und gebaut, für die Fertigung erprobt und schließlich auf Stanz-Biegeautomaten (Bihler) und Schnellläufer-Pressen (Bruderer) eingesetzt.

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Gefragt nach der Motivation, im November 2009 eine Cut 1000 Oil-Tech zu kaufen und zu installieren, antwortet Roland X. Settele, Inhaber und Geschäftsführer des Unternehmens: „Der Trend in unserem Geschäft geht zu immer komplizierteren Präzisions-Stanz- und -Biegeteilen, die hochgenaue Werkzeuge erfordern. Als langjähriger Kunde des Schweizer Maschinenbauers haben wir in den letzten zehn Jahren immer das Neueste gekauft. Nun hörten wir von den Vorteilen des Drahtschneidens im Ölbad und kauften eine solche Maschine.“

„Mit Blick auf unsere Stempel und Matrizen aus Hartmetall sowie Aufgaben der Mikrobearbeitung war uns klar, dass die mit Ölbad ausgelegte Cut 1000 Oil-Tech von GF Agie Charmilles die richtige Investition in die Zukunft ist. Seit November 2009 arbeiten wir mit dieser Maschine“, berichtet Settele weiter.

Korrosion von Kobalt in Hartmetall-Stempeln beim Erodieren nicht zu verhindern

Obwohl moderne Generatoren den elektrochemischen Angriff auf die Schneidkanten von Hartmetall-Stempeln und Matrizen beim Erodieren in Wasser klein halten, kann eine Korrosion des Hauptbindemittels Kobalt im Hartmetall nicht gänzlich verhindert werden. Die Folge sind Mikrorost und Qualitätseinbußen an den Schneidkanten der Aktivteile von Werkzeugen der Stanzereitechnik.

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