Flotter Seitenblicker Laser checkt Stahlkanten in Rekordgeschwindigkeit

Quelle: AT Sensors 3 min Lesedauer

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Mit einem Speed von 350 Metern pro Minute prüft das System CS 1280 von AT Sensors bei Arcelormittal Bremen die Kanten von Stahlbändern, während sie durch die Produktion laufen ...

Bei Arcelormittal Bremen werden per Messer Coils aus Stahl zurechtgeschnitten, was mit hoher Geschwindigkeit passiert. Deshalb ist die Qualitätssicherung von Produkt und Messer nicht einfach. Doch TS Sensors und Selmatec haben nun ein Echtzeitsystem entwickeln können ...(Bild:  AT Sensors)
Bei Arcelormittal Bremen werden per Messer Coils aus Stahl zurechtgeschnitten, was mit hoher Geschwindigkeit passiert. Deshalb ist die Qualitätssicherung von Produkt und Messer nicht einfach. Doch TS Sensors und Selmatec haben nun ein Echtzeitsystem entwickeln können ...
(Bild: AT Sensors)

Bei der Stahlverarbeitung entscheiden Mikrometer über Ausschuss oder Qualität, merkt AT Sensors aus Bad Oldesloe an, wo die deutsche Niederlassung sich befindet. Denn schon geringe Kantenschäden an Stahlbändern können Formrisse, Produktionsunterbrechungen und erhöhte Ausschussquoten bedeuten, wie es weiter heißt. Mit dem AT Sensors und dem Systemintegrator Selmatec hat der Stahlhersteller Arcelormittal Bremen deshalb nun eine Inline-Inspektion entwickelt, die Blechkanten (sogenannte Besäumkanten von Coils) während der laufenden Produktion mit bis zu 350 Metern pro Minute automatisch und präzise erfassen kann. Man beachte: Ein Messer, das an Schärfe verliert, ein Stahlband, das 350 Meter pro Minute durch eine Beschneidungsanlage läuft und eine Blechkante, deren Qualität über Formrisse, Produktionsunterbrechungen und Ausschuss entscheidet – das sind die Anforderungen, welche dafür die Rahmenbedingungen der entsprechenden Anwendung, die derzeit im Kaltwalzwerk von Arcelormittal Bremen entwickelt wird, die Problembasis lieferten.

Kamerabasierte Erfassungssysteme versagen

Die Herausforderung bestand, wie betont wird, darin, nicht nur die Fehlerdetektion zu optimieren. Denn die Produktionsgeschwindigkeiten von eben maximal 350 Metern pro Minute stellen hohe Anforderungen an Sensorik, Datenerfassung und Datenverarbeitung. Gleichzeitig müssen die Messdaten zuverlässig und reproduzierbar sein – unabhängig von Materialeigenschaften oder Umgebungsbedingungen. Insbesondere konventionelle, kamerabasierte Möglichkeiten stießen bei so etwa oft an ihre Grenzen. Das liegt daran, dass sie stark von Beleuchtungseinflüssen abhängig sind. Die Entscheidung fiel deshalb auf ein 3D-Laser-Triangulationssystem von AT Sensors. Das ist laut Selmatec ein großer Benefit gewesen, weil man dort im Engineering eine sehr ähnliche Denk- und Arbeitsweise hat, sodass der Systemintegrator eine optimale Brücke zwischen den 3D-Laserprofilsensoren von AT und Arcelormittal als Endkunden schlagen konnte. „Das bedeutet im Klartext, dass wir optimal übersetzen können, welche Voraussetzungen es gibt und was der Stahlhersteller sich wünscht“, erklärt Michael Selent, der CEO von Selmatec. Für die Qualitätskontrolle wichtig ist laut Arcelormittal eine 3D-Erfassung der Stahlkantegeometrie, der Gratbildung und die Einrisstiefe. Die Anforderungen an den Sensor waren entsprechend anspruchsvoll.

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