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Misati Lösungen für die Transfereinrichtung auf kleinstem Raum

| Autor / Redakteur: Carmen Ruiz / M.A. Frauke Finus

Auch auf kleinstem Raum müssen Bauteile in der Presse sicher gehandhabt werden können. Auf Lösungen für Transfereinrichtungen bei eingeschränktem Raumangebot ist das spanische Unternehmen Misati spezialisiert.

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Schmale Minigreifer von Misati sorgen für sicheres Handling auch auf engstem Raum.
Schmale Minigreifer von Misati sorgen für sicheres Handling auch auf engstem Raum.
(Bild: Misati)

Zu den Herausforderungen für Pressenbetreiber gehört die Größe der Presse. Eine mehrere Jahre alte Transferpresse, perfekt funktionsfähig und in einwandfreiem Zustand, kann veraltet sein, weil sie zum Abpressen der in der Branche geforderten Bauteilgrößen zu klein ist. Die Werkzeuge sind so im Pressentisch eingepasst, dass kaum Platz für die Transfereinrichtung bleibt.

Welche Möglichkeiten bleiben dem Betreiber dieser Pressen, außer dem Versuch, für kleinere Bauteile zu optieren? Misati, Anbieter für Automatisierung von Transferpressen, hat unterschiedliche Lösungen bei eingeschränktem Raumangebot parat. Von einziehbaren Stationen bis hin zu reduzierten Montagegruppen sind diese einsetzbar, um den Einschränkungen durch Platzmangel zu begegnen. Mit diesen Lösungen möchte Misati die Pressenbetreiber auf der Suche nach neuen Einsatzmöglichkeiten für Transferpressen unterstützen, die zu klein geworden sind.

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Platz ist in der kleinste Hütte: Schmale Minigreifer

„Als einer unserer Kunden Zeichnungen eines Bauteils vorlegte, für das er ein Angebot abgegeben hatte, und uns sagte, auf welcher Presse es abgepresst werden sollte, hatte er bereits mit der Suche nach freien Pressen in anderen Werken des Konzerns begonnen. Er glaubte nicht, dass wir eine Lösung finden würden. Zwischen Blech und Transferschiene blieb nicht genug Platz für herkömmliche Minigreifer. In mehreren Stationen waren nur 55 mm für Minigreifer und Automatisierung verfügbar. Als wir ihm bestätigten, dass wir dieses Bauteil tatsächlich auf dieser Presse automatisieren konnten, öffneten sich ganz neue Wege. Er erhielt den Zuschlag für das Bauteil und kann die wirtschaftlichen Vorteile nun voll ausschöpfen“, berichtet Juan-Jose Sanchez, Sales Area Manager in Deutschland bei Misati.

Die von Misati vorgeschlagene Lösung ist ein vertikal ausgerichteter Minigreifer mit hoher Spannkraft, der nur 49 mm in der Breite einnimmt. Pneumatische Elemente mit hoher Spannkraft bei gleichzeitig geringen Abmessungen hat Misati sich zur Aufgabe gemacht. Wo es an Platz in der Presse fehlt, sind diese beiden Eigenschaften der Minigreifer besonders wichtig. Mit 240 daN bei 6 bar Druck und 49 mm Breite wird der Minigreifer TLM diesen Anforderungen gerecht.

Befestigung an zwei Punkten für mehr Stabilität

„In anderen Fällen“, erläutert Sanchez, „empfiehlt sich ein Minigreifer im mittleren Bauteilbereich für eine sichere Klemmung. Wir haben ganz spezifische Minigreifer für das auskragende Bauteilhandling. Diese Minigreifer mit Schwenkarm sorgen für eine richtige Blechklemmung. Die untere Gegenhalter ist außerdem verlängert, das gleicht die entstehenden Momente aus und vermeidet ein Durchbiegen des Blechs. Trotzdem ist bei Bauteilen mit länglicher Form oder bei nicht sehr ausgeprägten Ziehtiefen manchmal eine Befestigung an zwei Punkten empfehlenswert. Damit wird eine bessere Stabilität erreicht, Durchbiegen und Schwingungen werden vermieden.“ Ein solcher Fall war auch das Bauteil des internationalen Pressenbetreibers Gestamp. Es handelte sich um ein sehr langes und breites, relativ dünnes Bauteil, das auf den letzten Stationen der Transferpresse in zwei symmetrische Hälften geteilt wurde. Die Lösung, um nicht nur eine absolute Zuverlässigkeit zu gewährleisten, sondern auch eine maximale Produktivität beim Transfer zu erzielen, war die Befestigung des Bauteils an zwei Punkten, nämlich an einem Ende und im mittleren Bereich. Dadurch wurde aber der Aktivgreifer zu lang, länger als der Vorschubweg der Transfereinrichtung. Die Lösung von Misati bestand darin, den Aktivgreifer mit Hilfe einer Schwenkeinheit einziehbar zu gestalten.

In der Praxis funktioniert die Einheit wie ein ausfaltbarer Arm: in diesem Fall dreht die Schwenkeinheit nicht das Blech, sondern die Struktur aus Rohr, Klemmstück und Minigreifer um 90º, sodass diese beim Tiefziehhub der Presse parallel zum Transfer eingeklappt beziehungsweise eingefahren ist. Diese Schwenkeinheit fährt die Struktur für den Vorschubweg des Transfers auch wieder aus. So konnten Zentimeter eingespart und das Blech konnte im anvisierten mittleren Bereich geklemmt werden.

„Deutlich mehr als die Hälfte der Transfereinrichtungen, die wir automatisieren, haben Platzprobleme, arbeiten mit geteilten und auskragend gehandelten Blechen, müssen die Bauteile drehen und auf allen Achsen bewegen. Jede Problemstellung unserer Kunden ist eine technische Herausforderung, die uns anspornt, neue und bessere Lösungen zu entwickeln. Diese kommen dann allen Nutzern unserer Transferanlagen zugute“, erklärt Sanchez.

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