Verpackungswesen Mehrwegboxen sparen 60 Tonnen Verpackungsmaterial im Jahr

Redakteur: Peter Königsreuther

Nach erfolgreichem Test hat der trans-o-flex-Kunde MSD Tiergesundheit jetzt grünes Licht gegeben, um seinen deutschlandweiten Arzneimittelversand in Mehrwegboxen statt Einmalkartons abzuwickeln.

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Nachhaltigerer Materialfluss! Trans-o-flex-Großkunde MSD Tiergesundheit trennt sich von Einwegkartons und setzt jetzt auf Mehrwegboxen, was zig Tonnen Verpackungsmaterial spart.
Nachhaltigerer Materialfluss! Trans-o-flex-Großkunde MSD Tiergesundheit trennt sich von Einwegkartons und setzt jetzt auf Mehrwegboxen, was zig Tonnen Verpackungsmaterial spart.
(Bild: trans-o-flex)

Das, heißt es präziser, betrifft alle Transporte mit trans-o-flex-Express und trans-o-flex-Thermomed. Und das sowohl mit aktiver Temperaturführung bei 2 bis 8 °C und 15 bis 25 °C als auch ohne Temperaturführung, merkt das Transportunternehmen an. Durch diese Umstellung will das auf tiermedizinische Produkte spezialisierte Pharmaunternehmen bis zum Jahresende über 60 t Verpackungsmaterial einsparen und den Ausstoß von CO2 dabei um rund 50 % reduzieren. Dabei gehe das Unternehmen von durchschnittlich 50 Umläufen einer Box aus – Rückhollogistik und Reinigung der Boxen mit eingerechnet.

Umfassende Kundenunterstützung durch Poolbetreiber

Für trans-o-flex sind die von MSD Tiergesundheit eingesetzten Behälter bereits der zweite große Mehrweboxen-Pool, den man innerhalb eines Jahres vorbereitet und umgesetzt hat. Zuvor hatte bereits die Elektronik-Fachhandelsgruppe expert bei der Belieferung ihrer Händler von Einwegkartons auf Mehrwegboxen umgestellt, lässt trans-of-flex wissen. Expert spare jetzt pro Jahr rund 700.000 Einwegkartons. In beiden Fällen würden die Boxen von Smart Container Loop hergestellt. Und für MSD Tiergesundheit wurde außerdem eigens eine neue Mehrwegbox für den Versand von Arzneimitteln entwickelt, betonen die Protagonisten. Das zur Schoeller-Gruppe gehörende Unternehmen ist als Poolbetreiber auch für die Reinigung und die Einzelbehälterverfolgung zuständig. Das heißt, trans-o-flex-Express holt die leeren Boxen beim Empfänger ab und transportiert sie auf Paletten gestapelt und gebündelt zur Reinigung. Danach werden sie für einen weiteren Versand an den Lagerdienstleister von MSD Tiergesundheit übergeben.

Verursachergerechtes, transparentes Boxenmanagement

Damit der Betreiber des Boxenpools automatisch alle Informationen erhalte, die er für eine optimale Steuerung der Boxen brauche, habe die trans-o-flex-IT-Service GmbH eine neue Software entwickelt. Diese liefere nicht nur klassische Statusinformationen, sondern steuere zusätzliche Prozesse, korrigiere Fehler und schaffe so stets eine belastbare und transparente Basis für die Abrechnung der Boxen. „Das klappt, weil dafür unsere klassischen Scans für jedes Packstück an jeder Transportschnittstelle nutzbar sind“, sagt Wolfgang P. Albeck, CEO von trans-o-flex. Mit der neuen Software übermittelt sein Unternehmen aber nicht nur die Informationen darüber, wann eine bestimmte Box wo ist – also ob sie etwa an den Empfänger ausgeliefert oder auf dem Weg zur Reinigung ist. Geprüft werde auch, ob die vorab übermittelte Boxnummer stimme. Falls nicht, wird die richtige Boxennummer automatisch im System hinterlegt. Warum man das so macht? Nun, das Boxenmanagement soll so einfach und so transparent wie möglich sein, um die Steuerung des Pools zu optimieren und eine nachvollziehbare und verursachergerechte Kostenanrechnung zu ermöglichen, erklärt Albeck.

Mehrwegbox passt gut in Nachhaltigkeitsstrategie

Für MSD Tiergesundheit ist der Umstieg auf die Mehrwegboxen Teil der Nachhaltigkeitsstrategie, die ausdrücklich auch die Logistik einbezieht, heißt es zum Hintergrund der Aktion. „Zuvor haben wir bereits auf kompostierbare Luftpolsterfolie und Lieferscheine aus Graspapier umgestellt“, betont Jan Nemec, Geschäftsführer MSD Tiergesundheit. Die Einführung der Mehrwegbox sei für ihn der nächste logische Schritt. Gestartet ist MSD Tiergesundheit jetzt mit der kleinsten Boxengröße mit den Maßen 30 cm × 20 cm × 16 cm. Die Boxen sind sowohl leer als auch gefüllt stapelbar. Insgesamt 688 leere Boxen passen auf eine Palette, haben die Experten errechnet. Im Laufe dieses Jahres will MSD Tiergesundheit auch alle weiteren Verpackungsgrößen umstellen, um nach und nach Einwegkartonagen als Verpackungsmaterial komplett aus dem Versandspektrum zu verbannen.

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