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Meusburger Mit standardisierten Elementen die Stanzwerkzeug-Kosten stark senken

| Redakteur: Dietmar Kuhn

Gespannt und konzentriert folgen die etwa 60 Stanzwerkzeugbauer den Ausführungen von Gerhard Krammel, Produktmanager bei der Meusburger Georg GmbH & Co. KG im österreichischen Wolfurt. Innerhalb des Branchentreffs Stanzwerkzeugbau erklärt der Referent, wie Anwender effiziente Werkzeugkonzepte durch Standardisierung im Werkzeugbau errreichen.

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Der Meusburger Branchentreff Stanzwerkzeuge stand unter dem Leitmotiv Kosten senken. Demonstriert wurde dies eindrucksvoll anhand standardisierter Elemente.
Der Meusburger Branchentreff Stanzwerkzeuge stand unter dem Leitmotiv Kosten senken. Demonstriert wurde dies eindrucksvoll anhand standardisierter Elemente.
(Bild: Meusburger)

Denn damit kann man vor allem viel Zeit sparen und die Kosten senken. „Möglich wird dies beispielsweise durch den Zugriff auf normierte Werkzeugkonzepte“, sagt Krammel. Dabei kann der Werkzeugbauer auf Normalien zugreifen und somit die Variantenvielfalt auf ein Minimum reduzieren.

Konstruktionsrichtlinien bilden Grundlage für Standardisierung im Werkzeugbau

Wie Krammel ausführte, gibt es eine Reihe von Standardisierungsmöglichkeiten. Man denke dabei nur an die Qualität, ordentliche Konstruktionsrichtlinien, die Reduzierung der Komponentenvielfalt, vernünftige Bearbeitungsrichtlinien sowie standardisierte Abläufe und Bauteile.

So bilden beispielsweise die Konstruktionsrichtlinien die entscheidende Grundlage für eine Standardisierung im Werkzeugbau. An dieser Stelle ist die Beeinflussung der Kosten für Produkte über deren Lebenszyklus am höchsten. Auf dieser Grundlage fußt auch das Pflichtenheft für die Bearbeitungsrichtlinien.

Meusburger stellt Werkzeugbauern genormte Bauteile und Elemente zur Verfügung

Wichtig scheint in diesem Zusammenhang, dass der Werkzeugbauer auf genormte Bauteile und Elemente zurückgreift. Dazu stellt Meusburger auch verschieden standardisierte Normgestelle wie das SV-Standard Säulengestell oder das SP Präzisionsgestell zur Verfügung. Das SV-Standard-Säulengestell ist beispielsweise dadurch gekennzeichnet, dass es funktionsfertig ist und ein abgestimmtes Führungssystem mit austauschbaren Führungselementen aufweist.

Durch den so genannten Säulengestell-Assistenten (einem digitalen Auswahltool) lässt sich damit eine Menge Zeit einsparen weil der Konstrukteur auf vorhandene CAD-Daten zugreifen kann. Der Werkzeugkonstrukteur kann sich durch die enorme Zeiteinsparung voll auf seine Aufgaben konzentrieren und somit das optimale Stanzwerkzeug entwickeln.

Meusburger ist nach eigenen Angaben weltweit operierender Marktführer im Bereich standardisierter Normalien und erwirtschaftet mit rund 600 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von etwa 148 Mio. Euro.

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