Spanntechnik und Greifsysteme

Mit Standards und Intelligenz zum Spezialisten für Greifer

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Intelligente Komponenten für Industrie 4.0

Das kann natürlich nur dann funktionieren, wenn es auf jeder Ebene der Fertigung entsprechend intelligente Komponenten gibt.

Für Schunk zahlt es sich heute aus, bereits 2006 in die Entwicklung entsprechender Komponenten investiert zu haben. In diesem Jahr legte das Unternehmen ein Programm für mobile Greifsysteme auf. Außer mechatronischen Schwenkeinheiten und leistungsdichten Leichtbauarmen umfasst es die industrietaugliche Schunk Dextrous Hand SDH, eine feinfühlige Dreifingerhand, die unterschiedlichste Greifszenarien ermöglicht und für Anwendungen in der Servicerobotik geeignet ist.

Ergänzendes zum Thema
Expert Days on Service Robotics
Kommunikationsplattform für den Wachstumsmarkt Servicerobotics

Servicerobotik weiter auf dem Vormarsch: Dies hat der VDMA-Fachverband Robotik und Automation auf der Automatica 2014 bekannt gegeben. Serviceroboter für den professionellen Einsatz, zum Beispiel in Logistik, Medizin, Pflege, Landwirtschaft, Inspektion und Wartung, stehen vor dem Durchbruch, so der VDMA weiter. Nach Analysen des Weltroboterverbandes IFR ist davon auszugehen, dass zwischen 2013 und 2016 weltweit mindestens 95.000 neue professionelle Serviceroboter mit einem Wert von rund 12,3 Mrd. Euro verkauft würden.

Bei Schunk hat man das Thema bereits im Jahr 2008 aufgegriffen. Seitdem finden jährlich die Schunk Expert Days on Service Robotics statt, inzwischen die weltweit führende Kommunikationsplattform für die angewandte Servicerobotik.

In Summe traten dort bereits über 100 Referenten aus aller Welt auf, darunter Steve Cousins, der Präsident und CEO der US-amerikanischen Robotikschmiede Willow Garage, Dr. Claus Risager von Blue Ocean Robotics aus Dänemark, Vertreter von BMW, Audi, Bosch, Kuka, ABB, Siemens, Philips und der Europäischen Kommission sowie zahlreiche deutsche und internationale Forschungsinstitute und Servicerobotik-Start-ups.

In Zusammenhang mit der Servicerobotik ist Schunk sicherlich ein Wegbereiter. Während in den Anfängen der Expert Days noch eher futuristisch anmutende Forschungsprojekte im Mittelpunkt standen, sind es heute ganz konkrete Anwendungen in der Wirtschaft.

Nicht zuletzt die Automatica 2014, auf der die Servicerobotik ein Ausstellungsschwerpunkt war, und das aktuell verabschiedete, milliardenschwere Robotikförderprogramm der EU machen deutlich, welche Pionierarbeit das Unternehmen mit dem Symposium geleistet hat und welche Potenziale in innovativen Robotiklösungen stecken.

Im Jahr 2008 vereint Schunk im Langhub-Elektrogreifer LEG die Zukunftsthemen Leichtbau, Mechatronik und Modularität. 2011 legt das Unternehmen nach und bringt im Rahmen seiner Initiative „Mechatronik3“ ein umfassendes Programm elektrisch angetriebener Module auf den Markt. Die jüngste Greifergeneration zeigt, wohin die Reise geht: Moderne Hightechkomponenten ermöglichen in Handhabungsprozessen ein hohes Maß an Flexibilität. Mit ein und demselben Modul lassen sich vielfältige Greif-szenarien realisieren. Unmittelbar nacheinander und ohne Umrüstzeiten können die Module unterschiedlichste Teile handhaben.

Bei jedem Griff werden Fingerposition und Greifkraft individuell ans Werkstück angepasst. Die erforderliche Sensorik, die Steuer- und Regelungstechnik sowie ein Webbrowser zur Kommunikation mit der übergeordneten Anlage und mit anderen Anlagenkomponenten sind bereits in die Greifer integriert. Über intuitiv bedienbare Programmieroberflächen lassen sich die Module einfach und ohne Installation zusätzlicher Software via Internet in Anlagen einbinden, steuern und warten.

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