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Modulares Produktionszentrum passt sich dem Auftragsvolumen an

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Ein elektronisches Messsystem überwacht den Werkzeugverschleiß und sorgt dafür, dass die Maschine auch rechtzeitig ein geschärftes Werkzeug einwechselt. Ein eventueller Werkzeugbruch wird vom System noch während des Wechsels erkannt. Auch der Messtaster wird innerhalb einer Sekunde eingewechselt. Die beiden Arbeitsspindeln sind mit HSK-40-A Aufnahmen ausgerüstet und fertigen alternierend: Während eine Spindel das Werkstück bearbeitet, wechselt die andere das nächste Werkzeug ein.

Das Werkstück kann dabei um ± 130° um die lotrechte B-Achse und um 360° um die waagrechte C-Achse gedreht werden. Speziell für das Einstechdrehen steht eine U-Achse zur Verfügung. Mit der Multistep XT-200 lassen sich auch Montageaufgaben wie das Einpressen von Führungsbüchsen und Positionsstiften integrieren.

Kompatibles Modulsystem ohne störanfällige Schnittstellen

Die vier Bearbeitungsmodule für die Multistep bilden ein durchgängiges System ohne störanfällige Schnittstellen. Es treten dabei auch keine präzisionsmindernden Effekte auf. Alle Maschinenachsen sind mit Direkt-Wegmesssystemen ausgerüstet. Funkmesstaster sorgen außerdem für die automatische Vermessung und Verrechnung von Referenzpositionen.

Dabei messen sie zum Beispiel die Position des Werkstücks im Lade- oder im Bearbeitungsmodul. Jedesmal, wenn das System Werkstücke in das nächste Modul übergibt, wird die Lage und die Ausrichtung der Teile exakt ermittelt. Die gemessenen Daten werden bei den weiteren Bearbeitungsschritten entsprechend berücksichtigt. Weil das System so in der Lage ist, auch Maßunterschiede der einzelnen Spannnester auszugleichen, reduziert es die Kosten für den Vorrichtungsbau deutlich.

Der Bearbeitungsprozess erreicht dadurch auch bei Mehrfachspannungen und verschiedenen Spannvorrichtungen eine sehr hohe Präzision. Die verwendeten Werkstückträgerpaletten spannen mit einer Wiederholgenauigkeit von ±2 µm und können für die Möglichkeit der chaotische Fertigung codiert werden. Damit die hohe Fertigungspräzision sichergestellt werden kann, wirken mehrere Faktoren zusammen:

  • Ein Taster überprüft die Rohteile hauptzeitparallel bereits ab Lade-/Entlademodul und schleust Schlechtteile, die außerhalb der Toleranz liegen, schon in diesem Step aus.
  • Die Steuerung übernimmt die Messergebnisse zur automatischen Koordinatenverrechnung. Bei der In-Prozess-Messung in den einzelnen Bearbeitungsmodulen erfassen Messtaster anhand von Referenzflächen, Bohrungen und Konturen.
  • Anhand der Messergebnisse korrigiert die Steuerung dann etwa Werkstücknullpunkte oder bestätigt den einwandfreien Systemzustand.
  • Die Anlagensteuerung Bosch-Indramotion MTX ermöglicht eine übersichtliche Programmierung, Diagnostik, Produktionsdatenverwaltung und die 3D-Simulation.

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