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VDI-Workshop „Innovative Blechumformung“ Neue Konzepte im Fahrzeugbau

| Autor: M.A. Frauke Finus

Mitte Februar fand in Düsseldorf der 9. Workshop „Innovative Blechumformung“ des VDI-Fachausschusses Stanzerei-Großwerkzeuge statt. Unter dem Motto „Neue Konzepte der Fahrzeugtechnologie – Chancen und Herausforderungen im globalen Wettbewerb“ zeigten unter anderem Werkstofflieferanten, Autobauer und Wissenschaftler, wie der Autobau der Zukunft aussehen könnte.

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„Für den Werkzeugbau und das Presswerk gilt es, die Potenziale der digitalen Revolution zu erkennen und in Verbindung mit innovativen Technologien und Prozessen zu nutzen.“ Dipl.Ing. Ingo von Wurmb, Leiter Konstruktionsmethoden, Standards der BMW Group und Vorsitzender des VDI-Fachausschusses Stanzerei-Großwerkzeuge.
„Für den Werkzeugbau und das Presswerk gilt es, die Potenziale der digitalen Revolution zu erkennen und in Verbindung mit innovativen Technologien und Prozessen zu nutzen.“ Dipl.Ing. Ingo von Wurmb, Leiter Konstruktionsmethoden, Standards der BMW Group und Vorsitzender des VDI-Fachausschusses Stanzerei-Großwerkzeuge.
(Bild: Finus )

Der Fokus lag dabei unter anderem auf Trends bei Blechwerkstoffen, modernen Softwaretools, verbesserten Leichtbaustrukturen und die Nutzung neuer Fertigungsprozesse.

„Um als Automobilhersteller oder Zulieferer den anspruchsvollen Blechwerkstoffen wie Aluminium, höchstfeste, kaltumformbare Stähle oder CFK in einem globalen Wettbewerbsumfeld effizient einsetzen zu können, sind ein innovativer Werkzeugherstellungs- und Produktionsprozess und ein großes Know-how notwendig“, sagte Dipl.Ing. Ingo von Wurmb, Leiter Konstruktionsmethoden, Standards der BMW Group und Vorsitzender des VDI-Fachausschusses Stanzerei-Großwerkzeuge, der die fachliche Leitung des Workshops inne hatte. „Für den Werkzeugbau und das Presswerk gilt es, die Potenziale der digitalen Revolution zu erkennen und in Verbindung mit innovativen Technologien und Prozessen zu nutzen.“

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Zum Beispiel hat Dr. Martin Hillebrecht, Leiter CC Leichtbau, Werkstoffe & Technologie bei Edag, den kompakten Sportwagen „Light Cocoon“ vorgestellt. Er ist mit einer umfassend bionischen optimierten und generativ gefertigten Fahrzeugstruktur, die mit einer Außenhaut aus wetterbeständigem Textil kombiniert wurde, ausgestattet. Arnulf Lipp von Jaguar Land Rover machte den Teilnehmern deutlich, dass man in Großbrittannien bereits seit 1948 Aluminium zum Autobau verwendet. Dr. Thomas Hebesberger von Voestalpine Stahl hat den Druck veranschaulicht, der auf dem Leichtbau lastet. „Unter dem Druck des steigenden Einsatzes von ultrahochfesten Stählen müssen sich die Presshärtenden Stähle auch weiterentwickeln, um nicht an Attraktivität zu verlieren.“ Und Dr. Bart Carleer von Autoform zeigte auf, dass die Simulation von Rückfederung und die Vorhersage von Oberflächendefekten sich in den nächsten Jahren weiter etablieren werde und künftig die enge Zusammenarbeit von Simulatonsspezialisten und Werkzeugeinarbeitungsspezialisten erfordere. Außerdem betonte Ludger Müller, Strack Norma, dass einbaufertige Normschieber der Werkzeugherstellungsprozess deutlich verkürzen. Sonderschieber auf Basis der Standardschieberkonstruktion würden die Konstruktionszeit verkürzen und Lücken der Standardisierung füllen. Und Prof. Dr.-Ing. Wolfram Volk, TU München, beendete seinen Vortrag mit dem Fazit: „Industrie 4.0 im Presserk ist weder ein Déjà-vu noch eine fertigungstechnische Revolution, sondern eine konsequente Weiterentwicklung der bereits begonnen durchgängigen digitalen Produktionsplanung.“

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Über den Autor

M.A. Frauke Finus

M.A. Frauke Finus

Leitende Redakteurin, Redaktion @blechnet.com