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Werkzeugbau

Nur leistungsgerechte Preise sichern Werkzeugbauern die Existenz

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Er weist darauf hin, „dass diese Verfahren hohe Präzisionsanforderungen an den Werkzeugbau stellen, weil zum Teil Beschichtungsdicken von weniger als 100 µm gefordert werden“. Für solch enge Beschichtungsspalte müssen die Fertigungstoleranzen der Werkzeuge über die gesamte Bauteilgeometrie eingehalten werden.

Anforderungen an den Werkzeugbau haben sich stark verändert

Keine Frage, innerhalb der letzten Jahre hat sich das Anforderungsprofil an den Werkzeugbauer grundsätzlich geändert. Er ist der Experte, oftmals der mit dem größten Fachwissen, insbesondere dann, wenn die Produkte und Prozesse komplex werden. Dabei geht es heute nicht mehr um die reine Zerspanung und das Polieren von Stählen, betont Seul: „Gefordert wird von den Auftraggebern ein Produktionsmittel, das valide in einen Produktionsprozess eingefügt werden muss.“

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Die größte Herausforderung dabei ist die Lieferzeit, bei gleichzeitiger Erfüllung der immer höher werdenden Qualitätsansprüche. „Kann der Werkzeugmacher diese Punkte erfüllen“, so Seul, „hat er einen Wettbewerbsvorteil, der ihm auch auf dem globalen Markt nicht so leicht streitig gemacht werden kann.“

Werkzeugbau muss auf Arbeitsteilung setzen

Nach Auffassung von Adam führt kein Weg an einer arbeitsteiligen Organisation vorbei, weil der Trend zur Vergabe von großen Werkzeugpaketen anhält: „Oft sind viele kleinere Werkzeugbauunternehmen im In- und Ausland an einem solchen Großauftrag beteiligt.“ Als weiteres Beispiel nennt er Kunden aus Russland: „Sie verlangen häufig eine Komplettlösung, also das Werkzeug und die passende Maschine. Solche Projekte wären für ein Unternehmen alleine gar nicht zu bewerkstelligen und setzen voraus, dass Werkzeugbauer Partnerschaften über Branchengrenzen hinweg eingehen.“

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