Maxfeld/Leicht Nur modernste Fertigungstechnik für Hightech-Stanzteile

Redakteur: Dietmar Kuhn

Oft besteht die Meinung, Stanzteile könnten in hochpreisigen Ländern kaum wirtschaftlich produziert werden. Doch weit gefehlt. Mit einem hochmodernen und feinen Maschinenpark sowie einer Toporganisation beweist die Maxfeld Stanzbiegetechnik GmbH und Co. KG, dass es geht. Über einfache Baugruppen hinaus liefert das Unternehmen auch Hightech vom Feinsten.

Firmen zum Thema

Der Backblechverschluss ist nur ein Beispiel von vielen, in dem sämtliche fertigungstechnischen Möglichkeiten der Maxfeld Stanzbiegetechnik GmbH & Co. KG in Langenzenn vereint sind – Stanzbiegetechnik, Stanztechnik, Drahtbiegen, Oberflächentechnik sowie die Montage der Einzelteile.
Der Backblechverschluss ist nur ein Beispiel von vielen, in dem sämtliche fertigungstechnischen Möglichkeiten der Maxfeld Stanzbiegetechnik GmbH & Co. KG in Langenzenn vereint sind – Stanzbiegetechnik, Stanztechnik, Drahtbiegen, Oberflächentechnik sowie die Montage der Einzelteile.
(Bild: Kuhn)

Schön sieht er aus, ganz gut gelungen. Am liebsten würde man den appetitlichen Kuchen gleich probieren. Die Kuchenbäckerin entnimmt die Form dem Backofen, stellt sie ab. Nach wenigen Minuten öffnet sie den Verschluss der Springform. Schon seit Jahren hat sie diesen Vorgang mehrere Tausend Mal wiederholt – der Verschluss ist immer noch zuverlässig und stets auf Spannung, wenn die Form geschlossen ist. Gedanken darum muss sich die Hausfrau nicht machen. Um die jahrelange Funktionstüchtigkeit kümmert sich die Maxfeld Stanzbiegetechnik GmbH & Co. KG in Langenzenn bei Nürnberg.

Für das erfahrene und innovative Unternehmen in Sachen Stanztechnik ist die Produktion von Spannverschlüssen für Kuchenbackformen nur ein Beispiel aus einer umfangreichen Produktpalette, die ansonsten Hightech-Stanz- und -Stanzbiegeteile hervorbringt. „Obwohl wir hochkarätige Kleinteile in millionenfacher Stückzahl produzieren, ist der Spannverschluß für die Kuchenbackform nicht zu unterschätzen“, sagt Udo Lechner, Geschäftsführer der Maxfeld Stanzbiegetechnik. „Dieses Produkt besteht aus sechs einzelnen und beweglichen Bauteilen. Es verkörpert eigentlich alles, was wir auch im Mikrobereich aus Draht und Band herstellen“, ergänzt Lechner.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 11 Bildern

Das traditionsreiche Unternehmen Maxfeld – der Name stammt vom früheren Standort Maxfeld, einem Stadtteil von Nürnberg – wurde 1901 von der Familie Büttner als Drahtfabrik Maxfeld gegründet. Mitte der 1980er-Jahre stand das Unternehmen fast vor dem Aus. Da fasste sich Günter Elfinger als kaufmännischer Leiter ein Herz, um das Drahtbiegeunternehmen zusammen mit dem damaligen technischen Leiter Alfred Albert wieder auf Vordermann zu bringen. Es wurde in neue Maschinen und Anlagen investiert und in den 1990er-Jahren wurde der Drahtverarbeitung die Bandverarbeitung hinzugefügt. Die ersten Bihler-Anlagen wurden installiert und die Stanzbiegetechnik erfolgreich eingeläutet. „Mein Schwiegervater (Elfinger)“, sagt Lechner, „hat damals bereits erkannt, dass in in diesem Produktzweig noch mehr Potenzial drinsteckt als im reinen Drahtbiegen.“

Mit Neuinvestitionen den Aufschwung in die Hand genommen

Nach zwei Rezessionseinschnitten und vielen Mühen begann Ende 1990 der spürbare wirtschaftliche Aufschwung bei Maxfeld. Zu den bereits vorhandenen Bihler-Maschinen gesellten sich Mabu-Stanzautomaten und in der Folge auch die begehrten Bruderer-Stanzautomaten hinzu. Der Maxfeld-Maschinenpark nahm Gestalt und die Möglichkeit zur Hightechfertigung hochpräziser und kleinster Stanzbiege- und Stanzteile an. 2004 trat Udo Lechner, Elfingers Schwiegersohn, in das Unternehmen ein, übernahm zunächst die kaufmännische Leitung und ab 2006/2007 dann die Geschäftsführung.

Das Geschäft mit der Stanzbiege- und Stanztechnik florierte und es wurden weitere Investitionen in die modernsten Biegetechnologien des bekannten Herstellers Bihler getätigt. Im Reigen zahlreicher Kunden aus der Automobilindustrie, der Elektro- und Elektronikbranche, der Medizintechnik und zahlreichen weiteren Industriezweigen nahm das Unternehmen Maxfeld eine bis dahin nicht gekannte Entwicklung. 2004 war auch das Jahr, in dem das fränkische Unternehmen von Drahtfabrik Maxfeld hin zum heutigen Namen Maxfeld Stanzbiegetechnik GmbH umfirmierte.

„2011 haben wir dann für unsere Unternehmensgröße mit rund 80 Mitarbeitern einen wahren Kraftakt realisiert“, sagt Lechner. „Denn damals haben wir in nur neun Tagen das Unternehmen mit allem Drum und Dran von Nürnberg nach Langenzenn verlagert und konnten fast ohne Reibungsverluste weiterproduzieren.“ Es lief wie geschmiert und so wurde mit Bruderer- und neuen Bihleranlagen in einen heute erstklassigen Maschinenpark investiert. Und dort, wo Bihler oder Bruderer draufsteht, dort sind an den Maschinen auch Peripherieanlagen der Leicht Stanzautomation installiert. Genauer gesagt, ist es die Auf- und Abwickeltechnik von Leicht, auf die man in hochmodernen Stanzbetrieben, wie eben auch bei Maxfeld setzt. Schließlich soll die Produktion der vielen Millionen Stanz- und Stanzbiegeteile reibungslos ablaufen. „Da ist es eben wichtig, dass die Peripherie zu den Anlagen passt und absolut zuverlässig funktioniert“, erklärt Klaus Dengler, der bei Maxfeld die technische Leitung innehat.

(ID:43096114)