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Werden immer mehr Kundenwünsche mit einer Standardlösung bedient, kommt man schnell an diese Grenzen und zu einem hohen Preisniveau. Kostenanteile von 15 bis 20% für Hotline und Wartung und die kostspielige Anpassung an die vorhandene Standardsoftware haben die Geyer-Gruppe zur Produktphilosophie Flexpo MES als Open Source geführt.
MES-System im Detail mit Mitarbeitern abgestimmt
Mit zahlreichen Plausibilitätsabfragen, individuellen Sichten und Warnhinweisen sowie individuellen Verriegelungen kommen auch skalierbare Standardprodukte schneller an ihre Grenzen. Die Buchungsmasken sind bis ins Kleinste auf die Werker abzustimmen, weil das schwächste Glied in der Kette schließlich den Projekterfolg bestimmt.
Aus den Anforderungsbeschreibungen an ein MES-System für die verschiedenen Produktionsbetriebe der Geyer-Gruppe wurde ein Integrationsprojekt MES/PDM/PLM einschließlich einer ERP-Einführung. Den Zuschlag für das MES-System und die Integration mit Anbindung an das zuerst vorhandene ERP-System einschließlich Maschinenpark hatte die Firma F&M Consulting aus Duisburg erhalten. Der Spezialist für Fertigungssteuerungen bot das gesamte Projekt lizenzfrei an und stellte die Programmquellen der MES-Suite einschließlich Compiler zur Verfügung.
Das außergewöhnliche Konzept, das gezielt auf die Einführungsmethodik, das Schnittstellenmanagement und auf die Gestaltung eines Maßanzuges für die Fertigungsindustrie ausgerichtet ist, hat nach erfolgreicher Einführung zu einer festen Kooperation mit dem IT-Spezialisten F&M geführt. Die Geyer-Gruppe übernahm die Fertigung der BDE/PZE-Terminals, weil diese als Blechverarbeiter durch die Produktion von Industrie-Terminals einen weiteren Absatzmarkt sah.
Work-flow im MES-System wurde an die Fertigungsbetriebe angepasst
Über die gesamte Einführungsphase von etwa sieben Monaten wurde das Projekt einschließlich aller Module (BDE, Werkzeugverwaltung, PZE, Zutritt, Maschinenanbindung, Produktentwicklung PDM/PLM und eines durchgehenden Work flow) an alle Bedürfnisse der ingesamt drei unterschiedlichen Fertigungsbetriebe angepasst (Bild 1).
Mit allen Projektbeteiligten (Werker, Schichtführer, AV, Controlling, Personalabteilung, Disposition und Werksleitung) wurde in der Projektphase ein ausgereiftes Feinplanungskonzept gemeinsam ausgearbeitet.
Als Ergebnis stand ein komplettes Lastenheft mit allen Sonderwünschen zur Verfügung. Zeitgleich wurden diverse Schulungsabschnitte vorgenommen, die den Projektbeteiligten einiges an Grundverständnis der Fertigungssteuerung, ERP und aus dem REFA-Bereich vermittelten.
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