Suchen

MES-System Offene Fertigungssteuerung eignet sich für kleine und mittelständische Unternehmen

| Autor / Redakteur: Jörg Rehage / Reinhold Schäfer

Ein Fertigungsunternehmen der Metallindustrie hat sich 2005 zur Optimierung der Fertigungssteuerung und Feinplanung entschlossen. Man entschied sich für die Einführung eines MES-open-Source-Systems, weil viele Standard-Fertigungsmanagement-Systeme zu umfangreich und teuer sind. Der Bericht beschreibt den Projektverlauf aus Sicht des Serienfertigers.

Firma zum Thema

Viele Standard-Fertigungsmanagement-Systeme (MES) sind heute auf ein Niveau gewachsen, dass die eigentliche Hauptzielgruppe, nämlich kleine und mittelständische Fertigungsbetriebe, sich eine solche Software kaum leisten kann.
Viele Standard-Fertigungsmanagement-Systeme (MES) sind heute auf ein Niveau gewachsen, dass die eigentliche Hauptzielgruppe, nämlich kleine und mittelständische Fertigungsbetriebe, sich eine solche Software kaum leisten kann.
( Archiv: Vogel Business Media )

Viele Standard-Fertigungsmanagement-Systeme (MES) sind heute auf ein Niveau gewachsen, dass diese für die eigentliche Hauptzielgruppe (kleine und mittelständische Fertigungsbetriebe), fast unerschwinglich werden. Zumal ein Großteil der Anbieter sein System eher aus der Leittechnik für Massenfertiger übernommen hat und wiederum andere Anbieter nur gute (Betriebsdatenerfassungs-(BDE-), Personalzeiterfassungs-(PZE-) oder Maschinendatenerfassungs-(MDE-)Software vorzuweisen haben. Dort waren eher Datenlogger und Frontend-Anwendungen zu erkennen und weniger Prozessapplikationen.

Geeignetes MES-System schwer zu finden

Auch die Geschäftsleitung der Geyer-Gruppe Industrieholding GmbH, Berlin, musste ähnliche Erfahrungen machen, als sie ein Führungssystem für den produzierenden Mittelstand unter Einbindung aller Ressourcen einschließlich der gesamten Produktentwicklung bis zur Maschine suchte. In Marktübersichten waren zudem vorsichtige Herstellerangaben mit Projektkosten zwischen 40000 und 120000 Euro zu erkennen.

Bildergalerie

Über eine Fachtagung der Aachener ERP/PPS-Tage (Enterprise resource planning/Produktionsplanung und -steuerung) wurde man auf den Systemintegrator und Technologieberater F&M Consulting aus Duisburg aufmerksam. Der Duisburger Systemintegrator wurde durch seine Open-Source-Philosophie Flexpo auffällig; denn er hatte dadurch keinerlei Systembeschränkungen und konnte der Geyer-Gruppe trotz der vielen Sonderfälle eine passgerechte Lösung liefern.

MES-System ist problemorientiert

MES-Software ist aufgrund der fertigungsnahen Integration problemorientierte Systeme mit extrem kurzen Reaktionszeiten in der Darstellung und Verarbeitung von Bewegungsdaten. Alle Unflexibilitäten und Funktionsgrenzen von ERP-Systemen müssen von einem MES abgehandelt werden, also begrenzte Kapazitäten, Schnellschüsse und ungeplante Vorgänge.

Die tabellenorientierten ERP-Systeme sind eher für eine Masse von unterschiedlichen Informationen mit mittleren Reaktionszeiten ausgelegt und können bestimmte Wünsche des einzelnen Betriebes nur sehr schwer individuell ablichten. Die sogenannten Standard-MES-Systeme sind aufgrund des gewachsenen komplexen Aufbaus an die gleichen Grenzen der Skalierbarkeit gestoßen.

(ID:308935)