Ein Ausweg? Niedersachsens Ministerpräsident empfiehlt VW zu chinesischen Modellen

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Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies rät dem kriselnden Volkswagen-Konzern, doch künftig auch in China entwickelte VW-Modelle in Deutschland produzieren ...

Der ID.Era ist ein Fahrzeug, das in Kooperation von Saic und VW in China für den chinesischen Markt entwickelt wurde. Weil es bei Volkswagen in Deutschland kriselt, empfehlen Politiker, die chinesischen Typen doch einfach in deutschen Werken zu bauen, um Schlimmeres zu verhindern ...(Bild:  Saic VW)
Der ID.Era ist ein Fahrzeug, das in Kooperation von Saic und VW in China für den chinesischen Markt entwickelt wurde. Weil es bei Volkswagen in Deutschland kriselt, empfehlen Politiker, die chinesischen Typen doch einfach in deutschen Werken zu bauen, um Schlimmeres zu verhindern ...
(Bild: Saic VW)

Derzeit bringe Volkswagen nicht genügend Fahrzeuge auf den Markt, um alle Werke optimal auszulasten. Gleichzeitig gibt es aber noch Modelle, die der Konzern mit Partnern in China entwickelt und dort produziert. Der kriselnde Autokonzern Volkswagen könnte nach Ansicht von Olaf Lies die Werke besser auslasten und Arbeitsplätze sichern, wenn auch VW-Typen in Deutschland gebaut werden, die eigentlich für den chinesischen Markt angedacht sind. Volkswagen arbeite seit Jahrzehnten mit Partnern aus China zusammen. Über Kooperationen – unter anderem mit Xpeng und Saic – habe der Konzern einen Entwicklungsrückstand schnell aufholen und seine Wettbewerbsfähigkeit stärken können. Aber aufgrund der prekären Lage von Volkswagen droht auch wegen der nötig gewordenen Sparmaßnahmen, dass weltweit bis zu 100.000 Stellen auf der Kippe stehen könnten.

In Deutschland gebaute China-Entwicklungen sollen stabilisieren

Das gelte es nun, weitgehend zu verhindern. „Wenn wir Fahrzeuge, die wir bisher in China bauen, auch hier produzierten, könnten wir die Auslastung unserer Werke stabilisieren“, meint der SPD-Politiker Lies. So ergreife man die Chance auf eine neue Entwicklungen und auf Innovationsimpulse für die VW-Standorte. Lies weiter: „Wir reden also nicht darüber, Produktion aus Deutschland zu verlagern sondern darüber, zusätzliche Produkte und zusätzliche Auslastung an unsere europäischen Standorte zu holen!“ Das Land Niedersachsen hält 20 Prozent der Stimmrechte im VW-Konzern. Wer es nicht weiß: Lies und seine Stellvertreterin Julia Willie Hamburg (Grüne) sitzen im Aufsichtsrat. Zusammen mit den Arbeitnehmervertretern haben sie dort die Mehrheit. Bei wichtigen Entscheidungen hat das Land zudem ein Veto-Recht.

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