Rapid Prototyping

Prototypen für Bugatti, Formel 1, Airbus und Olympia

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Das Rezept für die Herstellung der Prototypen klingt simpel: Man nehme eine Anlage, die bisher die klassischen Feingießer nur in der Serienproduktion eingesetzt haben, wandelt diese für Prototypen ab und verkürzt dadurch nicht nur die Durchlaufzeiten sondern kann auch mit einer Vielfalt metallischer Legierungen arbeiten. Das Konzept ging für die Portec GmbH, Prototypenentwickler und -bauer aus Südthüringen, auf.

Doch was hier so einfach klingt, war ein langer Weg. „Bereits 1996 haben wir uns mit metallischen Prototypen beschäftigt“, so Dipl.-Math. Karl-Heinz Wodrazka, Mitgründer und Geschäftsführer von Portec.

Langer Weg bis zum optimalen Metallmodell

„Verstärkte Nachfrage nach Metallmodellen mündete in einer konkreteren Auseinandersetzung mit diesem Thema. Erste praktikable Anlagen nutzten das Prinzip Küvettenguss, welches im Dental- und Schmuckbereich sehr verbreitet ist und entsprechend hochskaliert wurde. Uns war klar, dass mit dem neuen Verfahren ein durchgängiger Produktentwicklungsprozess möglich wird – ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal für Prototypenentwickler.“

Die bis zu diesem Zeitpunkt für den Kunststoff-Bereich gemieteten Flächen reichten nun nicht mehr aus. Es wurde investiert: 1,5 Mio. Euro in eine neue Halle und 1 Mio. Euro in Technik. Ende 2001 konnte der Neubau bezogen werden.

Hier wurden jetzt neben den Kunststoffmodellen auch Metallmodelle erstellt, durch gipsgebundene Einbettmassen nur Alu-, Zink- und Kupferlegierungen. Möglichkeiten einer gerichteten Erstarrung gab es kaum, dadurch traten zum Teil Qualitätsprobleme auf.

Neues Verfahren für Prototypen besteht Feuerprobe

Die Feuerprobe hat die neue RP-Verfahrenskombination dann 2003 bei Automobilzulieferer Brose bestanden. Der Zulieferer hatte die Aufgabe, für einen Kunden eine Montierhilfe für Fensterheber zu konstruieren, welcher in verschiedenen Varianten hergestellt wird. Hierfür sollten im Vorfeld mehrere Prototypen gebaut werden, an welche klare Forderungen gestellt wurden, unter anderem: Herstellung von acht verschiedenen Varianten, Möglichkeit der Montage von weiteren Anbauteilen, Einbauuntersuchungen, schnelle und kostengünstige Anfertigung, und Seriennähe von Material und Prozess.

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