Rapid Prototyping Prototypen für Bugatti, Formel 1, Airbus und Olympia

Redakteur: Annedore Munde

Ein Entwicklungsprozess ohne Prototyp ist undenkbar. Doch wer mit seinem Produkt der erste am Markt sein will, muss auch hier schnell sein. Ob Automobilzulieferer oder Flugzeugindustrie – weitergereicht werden die geforderten kurzen Reaktionszeiten an die Dienstleister. Einer davon, die Portec GmbH, hat sich auf Prototypen und Kleinserien aus Kunststoff und Metall spezialisiert.

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Karl-Heinz Wodrazka, Mitgründer und Geschäftsführer von Portec erläutert die Möglichkeiten der neuen Verfahrenskombination. Bild: Munde
Karl-Heinz Wodrazka, Mitgründer und Geschäftsführer von Portec erläutert die Möglichkeiten der neuen Verfahrenskombination. Bild: Munde
( Archiv: Vogel Business Media )

Prototyp heißt: Losgröße sehr gering bis 1. Doch bis zur Serienreife eines Produktes ist es eine Reihe von Prototypen, die hergestellt werden muss. Notwendig sind diese für den Entwicklungsbereich, für Funktionstests im Vorserienbereich oder für Demonstrationen beim Kunden. Da bei der Herstellung von Prototypen noch nicht die rationellen Fertigungsmöglichkeiten der Serienproduktion zur Verfügung stehen, sind diese oft deutlich teurer als die späteren Serienmodelle. Gut also, wenn es zeit- und ressourceneffiziente Fertigungsverfahren für Prototypen gibt.

Grenzen für Materialien und Zeiten

Mittels moderner Techniken können Prototypen heute innerhalb kürzester Zeit gefertigt werden. Doch während es für die Modelle aus Kunststoff auf dem Markt eine Vielzahl von Verfahren mit großer Materialauswahl gibt, sind die Möglichkeiten für die Erzeugung metallischer Prototypen eingeschränkt.

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Beim Metallsintern sind derzeit Grenzen bezüglich der Materialien gesetzt und wenn an schwer zugänglichen Bereichen, insbesondere hochkomplizierten Innenkonturen, glatte Oberflächen funktionsrelevant sich. Hier kann das Metall-Modell an der technischen Machbarkeit für Oberflächen oder bestimmte Materialien beziehungsweise an hohen Kosten und langen Fertigungszeiten scheitern.

Feingießen als Alternative zum Metallsintern dauert lange

Als alternative Technik würde zwar das Feingießen nach dem Wachsausschmelzverfahren eingesetzt werden können. Dieses jedoch würde je nach Legierung zwischen 2 und 6 Wochen bis zur Fertigstellung des Modells in Anspruch nehmen. Genau an dieser Problematik setzt ein neues Verfahren an – eine Kombination aus direkt erzeugten Rapid Prototyping Modellen [Sintern, FDM (Fused Deposition Modeling, zu deutsch Kunststoffaufschmelzverfahren), ...] für das Urmodell und anschließendem Feingießen des Prototypen.

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