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Insgesamt verfügt Portec dann über fast 1100 m2 Fläche. Doch neben der Herausforderung des einzelnen Auftrages ist es immer wieder eins, was den Geschäftführer antreibt: der Ehrgeiz des Wissenschaftlers, neue Erkenntnisse in zusätzlichen Praxisfeldern anzuwenden. „Mit der neuen Technik können wir jetzt nicht nur Aluminium-, Kupfer- und Zinklegierungen für das Prototyping einsetzen, sondern auch höherschmelzende Legierungen bis hin zum Edelstahl.“
Prototypenbauer punktet mit Innovationen
Die Auftraggeber aus der Industrie wissen diese Innovationsfreude zu schätzen. Die Kundenliste kann sich sehen lassen. Beispielsweise für Bugatti, für drei Formen-1-Teams und für unterschiedliche Automobilhersteller hat Portec gearbeitet. Doch auch an der Entwicklung von Turbinenteilen für den A380 waren die Thüringer beteiligt.
Und manchmal waren es auch Prototypen oder Kleinserien der besonderen Art: für Merchandising-Artikel, für Parfüm-Flakons oder auch Gehäuseteile für Stadionkameras der Fußball-EM in diesem Sommer.
Gegründet wurde das Unternehmen 1994 – als spin off der Technischen Universität Ilmenau, sieben Gesellschafter kommen von dort. Örtlicher und thematischer Ausgangspunkt für die Unternehmensgründung war das an der Uni angesiedelte CIM Technologie Transferzentrum (CIM TT).
Arbeitsschwerpunkt hier war es, kleine und mittlere Unternehmen bei der Einführung computergestützter integrierter Methoden und Lösungen zu unterstützen und so deren Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Dafür standen am CIM TT nicht nur Menpower und Know-how zur Verfügung, sondern auch die notwendige Technik einschließlich einer Rapid-Prototyping-Anlage.
Uni-Wissenschaftler mit Praxiserfahrung
„Unsere Arbeiten und Beratungen waren sehr praxisrelevant, weit mehr als es der universitäre Betrieb erfordert. Was also lag näher, als damit auch als Unternehmen am Markt aufzutreten“, so Karl-Heinz Wodrazka. Anfangs war es überwiegend die Verfahrensentwicklung und die damit verbundene Markterschließung. Innovations-Vorlauf also, der sich auszahlte, vorerst jedoch überwiegend in Projektaufträgen.
Mit den zunehmenden Aufträgen sei man dann auch personell gewachsen, so Wodrazka weiter. Derzeit beschäftigt Portec 20 Mitarbeiter.
Wenn Wodrazka den Staffelstab Anfang 2009 weitergibt an Uwe Becker, der seit 2002 im Unternehmen ist; so ist eins sicher: jeder neue Auftrag wird auch zukünftig mit wissenschaftlicher Genauigkeit bearbeitet. „Auch im Prototypenbau muss jede Verfahrens-Entwicklung hinsichtlich ihrer Neuheit hinterfragt werden“, so der designierte Geschäftsführer. „Als weltweit erstem Anbieter ermöglicht es uns die neue Verfahrenskombination, innerhalb kürzester Zeit zuverlässig Prototypen und Kleinstauflagen aus Metall herzustellen – ob für Kollisions- und Einbauuntersuchungen oder bereits für den direkten Einsatz in Produkten mit geringen Losgrößen.“
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