Konjunkturbremse Rekordstau bei Aufträgen in der deutschen Industrie

Quelle: dpa

Deutschlands Maschinenbauer und andere Branchen kämpfen mit Nachschubproblemen. Das Ifo-Institut meldet nun Rekordwerte in puncto unerledigter Aufträge.

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(Bild: W. Wankow)

Der Auftragsbestand der deutschen Industrie reichte im April für die nächsten rund viereinhalb Monate, wie die Münchner Wirtschaftsforscher des Ifo-Instituts heute mitteilen. Eine bereits im Januar durchgeführte Umfrage ergab einen Wert von 4,4 Monaten. Im langjährigen Durchschnitt reicht der Auftragsbestand, wie es weiter heißt, für lediglich 2,9 Monate. Der Auftragsstau spiegele nicht nur die hohe Nachfrage nach deutschen Industriewaren in den vergangenen Monaten wider. Auch die Schwierigkeiten, bestehenden Aufträge aufgrund des Mangels an wichtigen Vorprodukten und Rohstoffen zeitnah abzuarbeiten spielten da mit hinein.

China-Lockdowns behindern Aufschwung

Besonders groß ist die Auftragsreichweite demnach in der Autoindustrie inklusive Zulieferern. Dieser Industriezweig gibt 7,4 Monaten an und im Maschinenbau sind es laut Ifo-Institut 6,5 Monaten. Falls sich die Lieferengpässe in den kommenden Monaten auflösten, könnte die Produktion nach Einschätzung der Analysten aber wieder durchstarten. Das würde dann die Wirtschaftsleistung sogar kräftig anschieben. Die Ökonomen erwarten jedoch eher eine Verschärfung der Lieferengpässe, was auch bereits andere Experten befürchten. Vor allem die Folgen der Corona-Lockdowns in China lassen nur wenig Hoffnung auf schnelle Besserung, heißt es.

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