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Lackieren Roboter-Lackiersystem gewinnt Deutschen Innovationspreis

| Autor: Stéphane Itasse

Für das Roboter-Lackiersystem Ecopaintjet hat die Dürr Systems AG den deutschen Innovationspreis in der Kategorie Großunternehmen gewonnen.

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Dürr ist für das Roboter-Lackiersystem Ecopaintjet mit dem Deutschen Innovationspreis in der Kategorie Großunternehmen ausgezeichnet worden.
Dürr ist für das Roboter-Lackiersystem Ecopaintjet mit dem Deutschen Innovationspreis in der Kategorie Großunternehmen ausgezeichnet worden.
(Bild: Dürr)

Das neuartige Lackiersystem ermöglicht die trennscharfe Lackierung von Autos und anderen Produkten. Die Vorteile des Verfahrens sind: 100 % des Lacks landen ohne Verluste auf der Oberfläche, zweifarbige Lackierungen sind problemlos möglich, und das schneller, energiesparender und ressourcenschonender als bisher.

Lackauftrag, Robotik und Software in einem System

Der Ecopaintjet vereint Lackapplikation, Robotik und Software, wie Dürr Systems mitteilt. Kernelement ist ein Applikator auf einem Roboter. Anders als herkömmliche Rotationszerstäuber trägt er den Lack mithilfe einer filigranen Düsenplatte auf. Sie ist mit rund 50 kaum sichtbaren Löchern versehen, die einen Durchmesser von circa 0,1 mm haben. Durch die Löcher wird der Lack aus 30 mm Entfernung in parallelen Strahlen aufgetragen – ähnlich wie bei einem Inkjet-Drucker. Davor vermisst ein Messsystem mit einer Kamera die Oberfläche. Aus den Messdaten errechnet eine Software die Lackierbahnen, in denen der Applikator über die Oberfläche schwebt. Fahrgeschwindigkeit und Kippwinkel des Applikators werden so gesteuert, dass der Lack stets gleichmäßig aufgetragen wird. Auch die Neigung der Oberfläche wird berücksichtigt.

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Das Roboter-Lackiersystem verursacht keinen Lacknebel (Overspray), der Lack landet nur auf den vorgesehenen Flächen. Daher muss der Rest der Karosserie beim Auftrag einer Zweitfarbe nicht mehr mit Folie abgeklebt werden. Für ein Autodach benötigt der Ecopaintjet nur 120 s. Zuvor dauerte allein das Anbringen und Entfernen der Folie 50 min. Zudem entfallen pro Karosserie rund 15 m² Folienabfall. Weitere Vorteile sind eine bessere Kapazitätsauslastung in Lackierereien und Energieeinsparungen von bis zu 25 % bei der Lacktrocknung.

Der Ecopaintjet eignet sich nicht nur für Automobilkarosserien, sondern auch bei Produkten, die bisher mit hohem manuellen Aufwand lackiert wurden. Das Spektrum reicht von Felgen, Möbeln und Zweirädern über Kartonagen bis hin zu Garagentoren und Dekors für Flugzeuge und Bahnwaggons.

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 Stéphane Itasse

Stéphane Itasse

MM MaschinenMarkt