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BLM Rohrlaserschneiden mit viel Flexibilität bei schnellen Auftragswechseln

| Autor / Redakteur: Johannes Maruschzik / M.A. Frauke Finus

Mit der LT7 feierte auf der Tube ein neuer Rohrlaser der Lasertube-Familie von BLM Weltpremiere. Die innovative Maschine ist nicht nur der bislang leistungsfähigste Rohrlaser der Unternehmensgruppe, sondern bietet auch hohe Flexibilität bei schnellen Auftragswechseln.

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Vielseitigkeit ist ein entscheidendes Merkmal der LT7: Mit ihrem Tube-Cutter-Schneidkopf führt sie auch bei kleinen Querschnitten 3D-Schnitte aus.
Vielseitigkeit ist ein entscheidendes Merkmal der LT7: Mit ihrem Tube-Cutter-Schneidkopf führt sie auch bei kleinen Querschnitten 3D-Schnitte aus.
(Bild: BLM)

Schon am Morgen des ersten Messetages, kurz nachdem die Tube & Wire ihre Türen geöffnet hatte, bildeten sich rund um die LT7 die ersten Menschentrauben. Die Besucher wollten sehen, was es mit dem neuen Rohrlaser tatsächlich auf sich hat – war der LT7 doch der Ruf vorausgeeilt, mit einer Reihe technischer Innovationen neue Maßstäbe im Rohrlaserschneiden zu setzen. Die BLM Group hatte den Prototypen der Maschine bereits im September 2017 den Besuchern seiner Intube-Hausmesse in Levico Terme präsentiert. In Düsseldorf war sie nun erstmals live in Produktion zu sehen.

Vielseitigkeit ist ein entscheidendes Merkmal der LT7. So schneidet die Maschine über Rund-, Quadrat-, Rechteck- und Spezialrohre mit Durchmessern von 12 bis 152,4 mm hinaus auch offene Profile mit Stangengewichten bis 23 kg/m. Indem die LT7 ihre Einstellungen automatisch an die Geometrie der jeweils zu schneidenden Materialien anpasst, garantiert sie vom kleinsten bis zum größten Rohr perfekte Laserschnitte.

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Ihr Faserlaser mit 3 kW Leistung bietet ebenfalls Flexibilität. So verarbeitet die LT7 Stahl, Edelstahl, Aluminium, Kupfer und Messing. Dabei reichen die Wandstärken von 12 mm bei Stahl bis zu 4 mm bei Messing. Hinzu kommt der 3D-Schnitt, den die LT7 mit ihrem Tube-Cutter-Schneidkopf auch bei kleinen Querschnitten ausführt. Dieser mit Autofokus ausgestattete Schneidkopf wurde von BLM speziell auch für das 3D-Schneiden von Rohren entwickelt. Er ermöglicht es der LT7, eine solche Bandbreite von Rohren und Profilen mit unterschiedlichen Abmessungen zu verarbeiten.

Automatische Anpassung an die Geometrie der Materialien

Auch die verschiedenen Optionen für das Be- und Entladen der LT7 unterstützen ihre Flexibilität. Die Ladevorrichtung arbeitet automatisch und erfordert bei Auftragswechseln keine manuellen Einstellungen. Sie lässt sich ohne weiteres mit externen Automatisierungslösungen integrieren. Auf der Vorderseite ermöglicht der breite Zugang zur Maschine das einfache manuelle Laden einzelner Rohre für die Bearbeitung in einem halbautomatischen Prozess. Hilfsketten für die Beladung des Doppel-Ladesystems bedeuten Flexibilität und spiegeln sich in einer höheren Produktivität wider. Denn der folgende Auftrag kann dank des Doppel-Ladesystems schon vorbereitet werden, während die Maschine noch das vorherige Rohrbündel abarbeitet. Auf der Rückseite ist in das Stangenladesystem ein leicht herausziehbarer Kettenladetisch integriert, der mit einem automatischen Handhabungssystem für Stangen verbunden werden kann. Das gewährleistet die Zuverlässigkeit der Anlage.

Für das Entladen der Maschine lassen sich auf der Vorder- oder Rückseite der Maschine drei verschiedene Positionen programmieren. Unterschiedliche Teile werden separiert und in verschiedene Behälter entladen.

So schnell wie nie laden und entladen

Die LT7 ist nicht nur auf Vielseitigkeit, sondern auch auf höchste Produktivität ausgelegt. Das gilt unter anderem für die Lösungen, mit denen die Rohre in allen Phasen des Bearbeitungsprozesses gehandhabt werden. Rohre und Profile werden schneller denn je geladen und die produzierten Teile schneller denn je entladen.

Im Markt ist die CAD/CAM-Software Artube 3 – mit ihr werden Teile designt und die Rohrlaser der Lasertube-Familie von BLM programmiert sowie gesteuert – für ihre besondere Bedienungsfreundlichkeit bekannt. So ermöglicht zum Beispiel das CAM-Modul von Artube 3 das automatische Ausführen der bestmöglichen Schneidlösungen. In den meisten Fällen werden aus importierten 3D-Modellen unmittelbar und ohne manuelle Bedienereingriffe die Produktionsprogramme erstellt. Auch bei der LT7 ist Artube 3 eine Schlüsselgröße der Produktivität.

Das gilt gleichermaßen für die Funktionalität der Active Tools, die es den Maschinenführern noch leichter macht, perfekte Werkstücke herzustellen. Zum Beispiel die Funktion Active Piercing verbessert den Bohrprozess, indem sie die Laserstrahlparameter anhand der Informationen steuert, die sie von den leistungsstarken Sensoren im Arbeitsbereich erhält. Active Speed passt die Schnittparameter automatisch an die aktuellen Geschwindigkeiten an und verbessert so die Schneidqualität. Mit Active Marking wiederum lassen sich Teile schnell und effizient anhand vorgegebener Parameter markieren, während Active Focus den Brennpunkt des Lasers automatisch und sicher an die Betriebsbedingungen anpasst. „Das alles trägt dazu bei, dass die LT7 am Ende des Arbeitstages mehr Teile als andere Rohrlaser produziert hat – und das bei einzigartig niedrigen Stückkosten“, erklärt Andreas Köster, Geschäftsführer der BLM Group Deutschland GmbH.

Wie alle Lasertube-Maschinen lässt sich auch die LT7 im Rahmen des All-In-One-Konzepts mit den Biegemaschinen der Unternehmensgruppe zu durchgängigen Produktionslösungen integrieren. Dann tauscht sie mit den Biegemaschinen technische Informationen aus, um auf Anhieb akkurat geschnittene und gebogene Werkstücke herzustellen.

Last but not least schöpft auch die LT7 alle Möglichkeiten der Software-Suite BLM Elements aus, die Kunden beim Arbeiten mit Lasertube-Systemen effizient unterstützt. Das gilt allem voran auch für das Manufacturing Execution System-Paket (MES) Protube Enterprise, das für die Planung und Überwachung der Produktion mit den Systemen von BLM sowie für ihre Anbindung an ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning) entwickelt wurde.

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