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Saubere Innenkonturen durch Informationstechnik

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Gemeinsam mit den Herstellern kam Liebherr zu dem Ergebnis, dass im Prozess des Schneidens von kleinen Löchern erhebliches Optimierungspotenzial liegt, um Kosten zu senken und die Qualität deutlich zu steigern. Gleichzeitig kam der Wunsch auf, zukünftig nicht nur die Innenkonturen kleiner Löcher zu verbessern, sondern die gesamte Technologie auf beliebige Innenkonturen wie Sterne, Vierecke oder andere Konturen auszuweiten.

CAD/CAM-Software muss in kleinen Vollkreisen Anschnittfahnen anlegen

Dazu sind allerdings einige Voraussetzungen notwendig. Die verwendete CAD/CAM-Software muss die Möglichkeit bieten, auch an kleinen Vollkreisen Anschnittfahnen anzulegen, die direkt aus der Mitte des Loches starten. Die jeweilige Ausschnittfahne wird hierbei als Weiterschnitt auf der Kreiskontur abgebildet.

Darüber hinaus muss die Steuerung der Maschine bei kleinen Innenkonturen in der Lage sein, die Schneidgeschwindigkeit zu reduzieren und vor dem Weiterschnitt die Stromstärke herunterzufahren. Der mechanische Aufbau der Maschine muss dafür sorgen, dass der Brenner optimal zur Geometrie geführt wird.

In einem Expertenteam, bestehend aus Fachleuten von Liebherr, Messer Cutting Systems und Messer Soft, erarbeitete man einen neuen Lösungsansatz, der aus drei Phasen besteht.

Die CAD/CAM-Software um eine spezielle Lösung ergänzt

Zunächst wird die bestehende CAD/CAM-Software um eine spezielle Lösung ergänzt, die die notwendigen Prozesse für die True-Hole-Technologie zur Verfügung stellt. Es handelt sich um Omni Bevel 2011.

Im zweiten Schritt erfolgt die Umrüstung der Messer-Plasmabrennschneidmaschine auf die neue Hypertherm-HPRXD-Plasmaanlage mit True-Hole-Technologie. Zuletzt wird die Global-Control-Steuerung auf den neuesten Softwarestand gebracht und mit einer neuen Prozessdatenbank ausgerüstet. Dann werden alle Komponenten wie CAD/CAM-Software, Brennschneidmaschine, Plasmaanlagen und Global-Control-Steuerung der Brennschneidmaschine optimal aufeinander abgestimmt.

Das Team erwartete nach der Umsetzung der drei Phasen eine optimale Qualität bei allen Innenkonturen und bei Löchern eine eindeutig höhere Zylindrizität.

Plasmaschneidprozess mit geringem Aufwand maximal verbessert

Der Lösungsansatz berücksichtigt den Wunsch von Liebherr, den Prozess mit möglichst geringem Aufwand maximal zu verbessern. So wird die bestehende CAD/CAM-Software weiter eingesetzt und lediglich um Omni Bevel 2011 ergänzt.

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