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Saubere Innenkonturen durch Informationstechnik

| Autor/ Redakteur: Boris Spangenberg / Dietmar Kuhn

Das Schneiden von Innenkonturen mit Plasmatechnik will sich Liebherr mit dem erweiterten Einsatz von professionellen IT-Lösungen optimal erschließen. In Zusammenarbeit mit Messer Soft und Messer Cutting Systems wird dazu die speziell darauf ausgerichtete Softwaretechnik mit der Maschinensteuerung abgestimmt. Künftig können außer normalen kleinen Löchern auch andere Konturen wie Sterne oder Vierecke geschnitten werden.

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Die Liebherr-Gruppe ist bekannt für Baumaschinen und Krane. Die meist aus Blech bestehenden Bauteile müssen hohen Qualitätsansprüchen gerecht werden. Dabei legt Liebherr auch auf das Schneiden von Löchern höchstes Augenmerk. Bild: Liebherr
Die Liebherr-Gruppe ist bekannt für Baumaschinen und Krane. Die meist aus Blech bestehenden Bauteile müssen hohen Qualitätsansprüchen gerecht werden. Dabei legt Liebherr auch auf das Schneiden von Löchern höchstes Augenmerk. Bild: Liebherr
( Archiv: Vogel Business Media )

Bei Löchern soll mit dem neuen Verfahren eine deutlich höhere Zylindrizität erreicht werden. Ziel ist die bestmögliche Qualität beliebiger Innenkonturen. Erste Tests zeigen unerwartet gute Ergebnisse.

Software verbessert Qualität beim Plasmaschneiden

Lösungen zur Qualitätsverbesserung von „kleinen Löchern“ beim Plasmaschneiden sind bereits seit einiger Zeit im Einsatz. Hypertherm verwendet mit seinen Plasmaanlagen ein spezielles Prozessgas, das die Schnittkante gerader erzeugt. Dadurch werden Löcher zylindrischer.

Messer Cutting Systems zählt mit der Softwaretochter Messer Soft zu den Spezialisten auf diesem Gebiet. Das Beson-dere der True-Hole-Technologie besteht jedoch im ganzheitlichen Lösungsansatz zur Qualitätsverbesserung von kleinen Innenkonturen. Hier werden die Komponenten CAD/CAM-Software, Steuerung der Brennschneidmaschine, Möglichkeiten der Plasmastromquelle und der Mechanik der Brennschneidmaschine gleichzeitig berücksichtigt.

Schlecht abgestimmte Komponenten bringen schlechtes Schneidergebnis

Eine Analyse des Schneidprozesses bei der Liebherr-Werk Ehingen GmbH ergab, dass die einzelnen Komponenten Software, Maschinensteuerung, Stromquelle und Mechanik nicht einwandfrei aufeinander abgestimmt waren. Das Ergebnis waren Nasen oder Auswaschungen im Bereich der An- und Ausschnittfahne.

Die Löcher waren nicht zylindrisch. Es kam zu Qualitätseinbußen, die eine der genannten Komponenten für sich alleine nicht ausgleichen konnte.

Man stellte fest, dass die CAD/CAM-Software des Fremdanbieters nicht alle notwendigen Prozesse für die True-Hole-Technologie unterstützte. Die Messer-Cutting-Systems-Plasmabrennschneidmaschine mit Hypertherm-Plasmaanlagen hatte keine Vorrichtung, um das neue Prozessgas für True Hole zu verwenden. Die Steuerung Global Control war nicht in der Weise konfigurierbar, dass die Möglichkeiten der neuen Hypertherm HPRXD-Plasmaanlagen optimal zu nutzen waren.

Hohe Zusatzkosten durch Nacharbeiten

Die ungenügende Qualität der Innenkonturen sowie die mangelnde Zylindrizität bei den Löchern verursachten einen hohen Grad an Nacharbeit und damit deutliche Zusatzkosten.

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