Großteilbearbeitung

Schneidroboter ersetzt mehrere Bearbeitungsmaschinen

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Die Anlage selbst besteht aus Plasmaquelle, Roboterarm und Plasmabrenner. Durch seine Sechs-Achs-Konstruktion kann der Arm jede gewünschte Stellung zum Werkstück einnehmen. Gleichzeitig ist das flexible Gerät so robust ausgelegt, dass es auch rund um die Uhr im Einsatz sein kann. Hat der Arm die richtige Position, erzeugt der Brenner einen Lichtbogen, wodurch 30.000 °C heißes Plasma gebildet wird, das mühelos mit einer laserähnlichen Genauigkeit durch den Stahl schneidet.

Eine Druckluftzuleitung bläst die dabei entstehende Schlacke direkt aus. Bearbeitet werden die Werkstücke in einem Arbeitsbereich von etwa 1 m². Eine speziell kalibrierte Messrollenmechanik, die eine maximale Abweichung von 1 mm über die gesamte Länge des Werkstücks garantiert, bewegt das Bauteil nach Anweisung der Software durch diesen Bereich.

Flexibles System erfüllt alle Aufgaben ohne Werkzeugwechsel

Sowohl I-Träger, Winkel, Rechteck- und Quadratrohre als auch Flachmaterial lassen sich mit dem Brennroboter bearbeiten, wobei das Material standardmäßig 32 mm dick beziehungsweise mit einem Upgrade sogar 51 mm dick sein darf. Die Anwendungsmöglichkeiten reichen von Längsschnitten, etwa zur Herstellung von T-Trägern, über Gehrungsschnitte und Ausklinkungen bis zu Rundlöchern, Schlitzen und Schweißnahtvorbereitung.

Robotereinsatz macht enorme Zeiteinsparungen möglich

Auch alle Arten von Markierungen – Text, Zahlen oder Konstruktionszeichen – können eingebrannt werden. Damit ist es möglich, alle Produktionsaufgaben ohne mechanische Komponenten wie Bohr-, Stanz- oder Markiereinheit mit nur einer Maschine zu erledigen.

Der Brennroboter kann sogar die Aufgaben von bis zu sieben Einzelanlagen übernehmen: Bohrmaschine, Winkelbearbeitungsanlage, Bandsäge, Markiersystem, Flachmaterialbearbeitungslinie und Ausklinkmaschine. Der besondere Vorteil für IBB liegt darin, dass alles auf einer Anlage gemacht wird. Dadurch reduzieren sich die Transportzeiten deutlich oder können ganz entfallen. Musterversuche anhand der bisherigen und der geplanten Produktionsabläufe haben maximale Einsparungen bei der Fertigungszeit von 50% und mehr ergeben.

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