Pressen Schneller und sicherer in Porsche und Ferrari

Autor / Redakteur: Jürgen Fürst / Dietmar Kuhn

Der 1925 gegründete Präzisionsteilehersteller Karl Scharrenbroich GmbH & Co. KG stellt in seiner hightechorientierten Fertigung Feinschneidteile, Komponenten und Baugruppen aus Stahl für die Automobilindustrie her. Zu den Kunden zählen namhafte Automobilhersteller und ihre Zulieferer. Bei der Pressentechnik setzt Scharrenbroich auf die Heinrich Schmid AG.

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Die inzwischen zehn Pressen bei Scharrenbroich sind ein Grund dafür, dass die Kunden gern mit anspruchsvollen und komplexen Teilen anklopfen. Mit der jüngst erworbenen Presse lassen sich Teile bis 17 mm Dicke wirtschaftlich fertigen.

Manche Kunden vertrauen unserer Präzisionskompetenz schon seit mehr als 30 Jahren“, erzählt Geschäftsführer Marcus Scharrenbroich, Enkel des Firmengründers. „Dieses Vertrauen zu verspielen, wäre fahrlässig. Deshalb setzen wir bei den Feinschneidpressen seit vielen Jahren auf die Technik von Schmid.“

Die 1925 gegründete Karl Scharrenbroich GmbH & Co. KG fertigt hochpräzise Feinschneidteile, Komponenten und Baugruppen, die zu über 90% in Automobilen verbaut werden. Schon 1947 wurden erste Automobilfirmen wie die LKW-Hersteller Deutz und MAN mit Stanzteilen beliefert.

Vorrangig in hochbelasteten Komponenten wie Getrieben, Pumpen, Achsen oder Schaltelementen findet man heute Teile aus Overath. Das hat sich bei vielen namhaften Automobilherstellern und deren Zulieferern herumgesprochen. Außer Bentley, Ferrari, Porsche und Rolls-Royce gehören auch Daimler, Getrag, VW und ZF zu den Kunden.

In den jüngst vorgestellten Ferrari California und Porsche 911, die erstmals ein Doppelkupplungsgetriebe erhalten, sorgen Feinschneidteile von Scharrenbroich für schnelle Gangwechsel. Im Ferrari darüber hinaus für ein sicheres Ausfahren des versenkten Überrollschutzes. Und selbst High-Speed-Sportboote, die mit mehr als 200 km/h übers Wasser jagen, vertrauen auf die Präzision von Scharrenbroich.

Kontrolle über die Teilequalität durch große Fertigungstiefe

Rund 35 Mio. Teile verlassen jährlich die beiden Werke in Overath und Vilkerath. Dabei sind die wenigsten der etwa 600 Artikel nur feingeschnitten. Die rund 130 Mitarbeiter führen auf 11000 m2 Produktionsfläche auch sämtliche nachgelagerten Arbeits- und Prozessschritte durch, die das Teil benötigt. „Lediglich chemische Bearbeitungsschritte wie Phosphatieren, Verzinken oder sonstige Spezialbeschichtungen führen wir nicht selbst durch. Ansonsten setzen wir auf große Fertigungstiefe“, betont Scharrenbroich.

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