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Kemper / Seeger

Schweißrauch-Filtergerät im ersten Teil des Blechnet-Lesertests

| Autor: Frauke Finus

Beim ersten von drei teilnehmenden Unternehmen des Blechnet-Lesertests ist das Schweißrauch-Filtergerät Maxi Fil von Kemper aufgestellt worden. Blechnet hat den Aufbau dokumentiert und nach 24 Stunden den ersten Eindruck der Schweißer eingefangen: Die Absaugleistung wird gut bewertet und es gefällt besonders die Arbeitsplatzbeleuchtung.

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Mit dem Maxi Fil bietet die Kemper GmbH ein Schweißrauch-Filtergerät mit Punktabsaugung für mittleres Schweißaufkommen. Im Lesertest sind die Schweißer der Seeger Lasertechnik GmbH mit der Absaugleistung sehr zufrieden.
Mit dem Maxi Fil bietet die Kemper GmbH ein Schweißrauch-Filtergerät mit Punktabsaugung für mittleres Schweißaufkommen. Im Lesertest sind die Schweißer der Seeger Lasertechnik GmbH mit der Absaugleistung sehr zufrieden.
(Bild: Finus)

Für den Lesertest des Schweißrauch-Filtergeräts Maxi Fil von Kemper ist das Gerät Anfang August bei der Seeger Lasertechnik GmbH in Lorsch aufgebaut worden. Blechnet war vor Ort dabei, als Andreas Lorenz, technischer Support der Kemper GmbH aus Vreden die Anlage vom Transporter geholt und in etwa 1,5 Stunden betriebsbereit aufgestellt hat.

Der Systemlieferant Seeger bedient zum Beispiel die Baumaschinenindustrie, Fahrzeugbauer und den Bereich der erneuerbaren Energien. Das Angebot ist breit gefächert, neben Laserschneiden, Biegen und Abkanten, CNC-Drehen und -Fräsen ist das Unternehmen auch ein Schweißfachbetrieb nach DIN 18800-7 C und betreibt mehrere Handschweißarbeitsplätze. An diesen sind bereits zwei fahrbare Schweißrauchfilter von Kemper mit einem beziehungsweise mit zwei Absaugarmen ohne Beleuchtungs-Option installiert.

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Für die erweiterte Halle müssen zusätzliche Absauglösungen her

Der Lohnfertiger beschäftigt insgesamt etwa 65 Mitarbeiter und plant räumlich eine Expansion, wofür das Nachbargelände gekauft wurde. Noch in diesem Jahr wird mit dem Ausbau des Standorts Lorsch begonnen, die Produktionshalle wird um 1.400 m2 auf dann insgesamt 3.000 m2 erweitert. Dabei werden neben einer Beschichtungsanlage auch weitere Handschweißarbeitsplätze hinzukommen, so dass für Roland Kiefer, Geschäftsführender Gesellschafter der Seeger Lasertechnik, der Anwendertest gerade richtig kommt. „Wir haben uns noch nicht entschieden, wie wir in der erweiterten Produktionshalle die Absaugung organisieren werden. Entweder stellen wir weitere mobile Schweißrauch-Filtergeräte wie den Maxi Fil auf oder wir entscheiden uns für ein zentrales Absaugsystem wie es auch von Kemper angeboten wird. Wir wollen sehen, ob dieser Test zu unserer Entscheidungsfindung beiträgt.“ Der Maxi Fil,der nun aufgestellt wurde, ist mit einem 4 m langen Absaugarm in Schlauchausführung, mit der optionalen Start-Stopp-Automatik und der optionalen Arbeitsplatzbeleuchtung ausgestattet. Das Bauteil für die Start-Stopp-Automatik hat Lorenz am Masse-Kabel befestigt. Hier erfasst ein Sensor, wenn das Handschweißgerät in Betrieb geht und übermittelt die Information an den Maxi Fil, dass nun nicht nur der Schweißprozess startet, sondern auch die Absaugung gewünscht ist. Stoppt das Schweißgerät, läuft die Absaugung um einen manuell einstellbaren Zeitraum von ein paar Sekunden bis Minuten weiter, um dann auch zu stoppen. Die Anlage ist für mittleren Rauch- und Staubmengen gedacht und kann auch Chrom-Nickel-Stahl verarbeiten. Zur Zeit befindet sich der Maxi Fil im IFA-Zulassungsprozess, aber Kemper erwartet eine problemlose Zulassung.

Als zusätzliche Serviceleistung hat Lorenz einen Ersatzfilter mitgebracht. Der sogenannte Safe Change Filter (SCF) ist eine Neuheit von Kemper. Dieses einzigartige System ermöglicht, den Einwegfilter völlig kontaminationsfrei zu wechseln. Nutzer kommen so gerade beim sonst oft staubigen Filterwechsel nicht mit dem gesundheitsgefährdendem Feinstaub in Kontakt.

Das Gerät denkt mit und erleichtert die Arbeit

Nachdem Lorenz das Schweißrauch-Filtergerät ausgepackt hatte, hat er es Stück für Stück zusammen gebaut. Eine ausführliche Anleitung für den Zusammenbau liegt dem Paket bei, sodass auch ungeübte Kräfte nicht länger als 2,5 Stunden für den Aufbau brauchen sollten. Wird die Variante ohne Arbeitsplatzbeleuchtung gewählt, ist eine kürzere Aufbauzeit zu erwarten, da das Verlegen des Kabels am Arm entlang entfällt. Die Positionierung ist dank der Rollen einfach und der Saugarm kann sich um 360° drehen, sodass ein flexibler Einsatz möglicher ist. Sobald das Gerät dann schließlich an Strom angeschlossen ist, ist es betriebsbereit. Unter wachsamen Blick von Lorenz wurde der Maxi Fil sofort erfolgreich getestet. 24 Stunden später bei erneuter Nachfrage sind die Schweißer sehr zufrieden und stellen eine gute Absaugleistung fest. Die Start-Stopp-Automatik stößt auf Zuspruch, denn sie sorgt für eine einfache Handhabung. Besonders positiv hebt André Ruppert, Gruppenleiter der Schweißerei bei Seeger das zusätzliche Licht hervor. Für ihn ist die Anlage eine „runde Sache“.

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Frauke Finus

Frauke Finus

Leitende Redakteurin, Redaktion @blechnet.com