Drucklufttechnik

Simulation macht Einsparpotenzial bei der Druckluftversorgung sichtbar

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Bisher konnten immer nur Annahmen gemacht werden, wie sich die Druckluftstation in der Praxis verhalten würde, wenn diverse Maßnahmen zur Optimierung umgesetzt würden. Dieses Manko behebt das EBS, indem es außer der detailgetreuen Aufnahme aller spezifischen Kenndaten der Druckluftstation diverse Lösungsszenarien computergestützt simulieren kann. Dabei gilt als Hauptkriterium: Welche Energiekosten ergeben sich aufgrund des neuen Anlagen- oder Druckluftgesamtkonzeptes?

Druckluftstation wird im Detail simuliert

Basierend auf den zukünftigen Energiekosten werden die Höhe des Energieeinsparpotenzials und die erforderlichen Investitionskosten gegenübergestellt. Daraus können das Kosten-Nutzen-Verhältnis und die daraus resultierende Kapitalverzinsung (Return on Investment) präzise kalkuliert werden. Die nachfolgenden Tabellen vermitteln einen Eindruck, wie sich eine solche Simulation, basierend auf vorher aufgenommenen Messdaten, darstellen kann.

Tabelle 2 gibt eine Übersicht über die Eckdaten eines Beispiels aus der Praxis. Die für den Zeitraum eines Jahres dargestellte Hochrechnung (rechte Spalte) ergibt Energiekosten zum Betrieb der Druckluftstation von 171 103 Euro pro Jahr.

Nach genauer Auswertung diverser Kenngrößen und Details der Druckluftstation wird ein mögliches Optimierungskonzept erarbeitet. Wie aus Tabelle 3 ersichtlich, wurde der Kompressor 1 durch einen drehzahlgeregelten Kompressor ersetzt. Außerdem wurde ihm regelungstechnisch die höchste Priorität zugewiesen. Diese neue Maschinenkonfiguration wird dann durch das Simulationsprogramm geprüft. Es wird aufgezeigt, wie sich die Energiekos-ten, basierend auf der neuen Maschinenkonfiguration, verändern.

Durch Auswertung entsteht ein Optimierungskonzept

Das Ergebnis dieses Lösungsansatzes ist in Tabelle 4 dargestellt. Die Hochrechnung auf ein Jahr ergibt, dass sich die zukünftigen Energiekosten des Druckluftsystems jährlich nur noch auf 159 670 Euro belaufen werden. Im Vergleich mit den ursprünglichen jährlichen Energiekosten von 171 103 Euro ergibt sich durch den neuen Lösungsansatz mit einem drehzahlgeregelten Almig-Schraubenkompressor somit ein Energieeinsparpotenzial von 11 433 Euro pro Jahr.

Mit diesem Vorher-Nachher-Szenario lassen sich die zukünftigen Energiekosten vor einer Investitionsentscheidung ermitteln. Auf dieser Basis ist sofort eine genaue Aussage über das Return on Investment möglich.

Der Nutzen einer Druckluftverbrauchsmessung mit anschließender Simulation liegt auf der Hand: Das Druckluftgesamtsystem wird transparent, Schwachstellen werden aufgedeckt. Deshalb kann eine Optimierung der Kosten einer Druckluftstation nur auf der Basis vorher gewonnener Informationen und der Simulation zukünftiger Anlagen- oder Druckluftgesamtkonzepte erfolgen. Denn wissen ist immer besser als ahnen.

Volker Thomassen ist zuständig für Product Marketing bei der Almig Kompressoren GmbH in Koengen.

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