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Hightech für Sotschi Skeleton-Schlitten: Aus dem Windkanal für den Eiskanal

| Redakteur: Jürgen Schreier

Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) haben für die Skeleton-Athletin Anja Huber einen neuen Rennschlitten entwickelt. Mit dem ergonomisch und aerodynamisch optimierten Schlitten tritt die zweifache Weltmeisterin nun bei den Olympischen Spielen in Sotschi an.

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Anja Huber im virtuellen Windkanal.
Anja Huber im virtuellen Windkanal.
(Bild: TUM/Fluidyna/Mladen und Christo Penev)

Mit Geschwindigkeiten von bis zu 150 km/h jagen die Skeleton-Sportler den Eiskanal hinunter, mit dem Kopf voraus, nur Zentimeter über dem Eis. Fliehkräfte bis zum Fünffachen der Schwerkraft wirken in den Kurven auf Mensch und Material. Nur wenige Hundertstel Sekunden entscheiden über Sieg oder Niederlage.

Spitzensport am absoluten Limit

Um bei der Olympiade in Sotschi mit einem optimalen Schlitten ins Rennen gehen zu können, wandte sich die deutsche Skeleton-Pilotin Anja Huber an Professor Veit Senner, Leiter des Fachgebiets für Sportgeräte und -materialien der TU München. Zusammen mit ihrem langjährigen Techniker Wolfram Schweizer schneiderte ein Team der Universität den Schlitten in Material, Aerodynamik und Ergonomie passgenau auf die Athletin zu.

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Im Spitzensport bewegen sich Athleten und Material am absoluten Limit. Zusammen mit dem strengen Regelwerk ergeben sich nur minimale Spielräume für Verbesserungen. „Unser erster Schritt war daher, das Reglement sehr genau zu studieren“, sagt Ilja Feldstein, Doktorand am Lehrstuhl für Ergonomie. Dann nahmen die Wissenschaftler Maß. Sowohl von der Athletin als auch vom bisherigen Schlitten fertigten sie auf Basis von Scan-Daten exakte 3D-Modelle an.

Pneumatisches System schließt Spalten zwischen Sportlerin und Gerät

Zusammen mit Mitarbeitern der Fluidyna GmbH, einer Ausgründung des Lehrstuhls für Aerodynamik und Strömungsmechanik der TU München, konstruierten sie am Computer das virtuelle Modell eines Eiskanals. Hier konnten sie nun im virtuellen Fahrtwind alle denkbaren Variationen und Anpassungen durchspielen.

Die Wissenschaftler konzentrierten sich dabei vor allem auf die optimale Anpassung der Liegeschale an den Körper der Athletin. Ziel war es, mit einem günstigen Strömungsverlauf um Schlitten und Sportlerin den Luftwiderstand möglichst gering zu halten.

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