Schneller und dezentraler So will der neue Bosch-Boss durchgreifen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der neue Bosch-Chef Christian Fischer will den in Schräglage befindlichen Konzern grundlegend umbauen und neue Wachstumsfelder definieren. So soll es werden ...

Der neue Chef von Bosch, Dr. Christian Fischer, hat jetzt erstmals durchblicken lassen, wie er sich vorstellen kann, den Konzern wieder fester auf die Beine zu stellen. Hier seine Ideen ...(Bild:  Bosch)
Der neue Chef von Bosch, Dr. Christian Fischer, hat jetzt erstmals durchblicken lassen, wie er sich vorstellen kann, den Konzern wieder fester auf die Beine zu stellen. Hier seine Ideen ...
(Bild: Bosch)

Bosch braucht laut Meinung des neuen Chefs Christian Fischer etwa ein verbessertes Betriebssystem. Darüber berichtete schon das Handelsblatt. Das Unternehmen müsse Innovationen schneller an den Markt bringen und diese dann auch zu einem geschäftlichem Erfolg führen. Fischer will dafür Entscheidungen beschleunigen, dezentralisieren und eine neue Fehlerkultur etablieren. „Das wird die größte Veränderung unter meiner Führung sein“, wie er kommentierte. Übergreifend will er für Bosch bis Mitte nächsten Jahres acht Zukunftsfelder definieren, in denen der Konzern wachsen soll – sowohl mit eigenen Innovationen als auch durch gezielte Zukäufe. Unter anderem nannte er als mögliche Felder Robotik, Medizintechnik und Quantentechnologie. Die konkreten Entscheidungen würden aber erst im nächsten Jahr fallen. Grundsätzlich gehe es immer um die Frage, wie Bosch bis 2036 aussehe. Denn dann wird Bosch 150 Jahre alt sein.

Jobabbau geht schon über die genannten Ziele hinaus

Der Nachfolger von Stefan Hartung räumte außerdem ein, dass die bestehenden Kapazitäten weiter an die sinkende Nachfrage angepasst werden müssten – vor allem im Automotiv-Geschäft in Europa, aber auch in anderen Geschäftsfeldern. „Dafür müssen wir intelligente Lösungen finden, die wirtschaftliche Vernunft und gesellschaftliche Verantwortung verbinden“, so Fischer. Bosch hatte zuletzt bekanntlich angekündigt, in Nürnberg die Hälfte der dortigen 1.800 Stellen abzubauen. Die Stellenstreichungen gehen auch schon über den bereits angekündigten Abbau von konzernweit rund 25.000 Stellen in Deutschland hinaus.

Bosch erleidet Rückgang der Profitabilität

Bosch hatte im ersten Halbjahr 2026 nämlich auch keine großen Sprünge gemacht. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,6 Prozent (auf 46,4 Milliarden Euro). Allerdings kam das Wachstum vor allem durch Zukäufe zustande. Bosch hatte im Laufe des vergangenen Jahres das Heizungs-, Lüftungs- und Klimatisierungsgeschäft von Johnson Controls und Hitachi übernommen. Einen Rückgang gab es hingegen bei der Profitabilität. Denn der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) – Bosch nennt das operativen Ebit – sank von 2,3 Milliarden auf 2,2 Milliarden Euro.

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