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CAD/CAM-Software

Stanzwerkzeuge schnell konstruieren und NC-programmieren

| Autor/ Redakteur: Ralph Schmitt / Stefanie Michel

Die Aufgabe war, ursprünglich als Kupferdrehteile ausgelegte Steckverbinder für ein Stecker-Kupplungssystem durch Stanzteile zu ersetzen. Das konstruierte 3D-CAD-Modell des Werkzeugs ist auch die Basis der NC-Programmierung. Dank der Interoperabilität der Daten in der CAD/CAM-Software kann durch eine schnelle Konstruktion und Fertigung Zeit eingespart werden.

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( Bild: Mecadat )

Bei Stanztechnik im High-End-Bereich fällt neben anderen stets der Name Kleiner. Um das Unternehmen auf Wachstumskurs zu halten, investieren die Pforzheimer kontinuierlich in ihre Mitarbeiter, in neue Technik und die Optimierung ihrer Prozesse.

Folgeverbundwerkzeuge mit CAD/CAM-Software Visi konstruiert und NC-programmiert

Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die CAD/CAM-Lösung Visi. Mit der Software können die mehr als 60 hochkomplexen Folgeverbundwerkzeuge, die jährlich im hauseigenen Werkzeugbau entstehen, in noch kürzerer Zeit komplett konstruiert und NC-programmiert werden.

Für ein Stecker-Kupplungssystem zum Laden von Elektroautos konzipierte und produzierte Kleiner als Entwicklungspartner die elektrischen Kontaktelemente im Signal- und Hochvoltbereich. Dabei ging es unter anderem darum, die ursprünglich als Kupferdrehteile ausgelegten Steckverbinder durch Stanzteile zu ersetzen. „Aufgaben wie diese betrachten wir durchaus als eines unserer Alleinstellungsmerkmale. Neben der elektrischen und isolationstechnischen Auslegung, für die es bei uns im Haus eine spezielle Entwicklungsabteilung gibt, galt es die Teilegeometrie so zu optimieren, dass sie sich mit dem ebenfalls bei uns konstruierten und gebauten Folgewerkzeug problemlos produzieren lässt“, berichtet Egon Kugele, Konstruktionsleiter bei Kleiner.

Erstellung von Neukonstruktionen seit zwei Jahren nur noch in 3D-CAD

Neuaufträge konstruieren die Pforzheimer heute ausschließlich in 3D mit Visi. Die vor rund zwei Jahren eingeführte Software ist speziell auf den Werkzeugbau abgestimmt und deckt mit zahlreichen CAD- und CAM-Modulen unter anderem auch den Blechbereich vollständig ab.

Auf Visi ist Kleiner durch die Empfehlung eines Werkzeugkonstrukteurs, der damit in einem anderen Betrieb bereits längere Zeit arbeitete, aufmerksam geworden. Es folgte eine ausführliche Präsentation der CAD/CAM-Lösung und eine Testinstallation durch das Systemhaus Men at Work. Im Frühjahr 2010 fiel schließlich die Entscheidung, beim CAD und bei der NC-Programmierung auf Visi umzusteigen. Aktuell gibt es bei Kleiner in der Konstruktion 14 Arbeitsplätze, auf denen Visi Modelling zusammen mit dem Schnitt- und Stanzwerkzeugmodul Visi Progress (Abwicklung, Streifenlayout, Werkzeugaufbau) installiert ist, ergänzt durch einen Visi-Arbeitsplatz zur Kalkulation in der Angebotserstellung. Hinzu kommen noch drei Visi-Installationen in der Fertigung, die aktuell zur NC-Programmierung der Fräsmaschinen dienen.

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