CO2-Reduktion Pellet-Testanlage für grünen Stahl

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Tata Steel Nederland hat bei Primetals Technologies eine moderne Pellet-Testanlage bestellt. Damit gehe Tata Steel den nächsten Schritt bei den Vorbereitungen für die Einführung seines Green Steel Plans. Die neue Anlage werde Mitte 2025 von Primetals Technologies geliefert.

Die Testinstallation für die Pelletanlage ermögliche es, Rohstoffe schneller, effizienter und umweltfreundlicher zu testen, indem sie laut Hersteller zu Pellets („Murmeln“) verarbeitet werden, die für die Herstellung von Flüssigeisen benötigt werden.(Bild:  John de Koning)
Die Testinstallation für die Pelletanlage ermögliche es, Rohstoffe schneller, effizienter und umweltfreundlicher zu testen, indem sie laut Hersteller zu Pellets („Murmeln“) verarbeitet werden, die für die Herstellung von Flüssigeisen benötigt werden.
(Bild: John de Koning)

Die moderne Pelletstopf-Testanlage werde im Werk von Tata Steel Nederland im niederländischen IJmuiden gebaut und in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung (Tata Steel R&D) eingesetzt. Sie zähle zu den fortschrittlichsten Anlagen ihrer Art. Mit ihr sollen verschiedene Konzentrate und Pelletfuttermischungen schnell und umfassend getestet werden können. Zudem ermögliche sie detaillierte Analysen und die Bestimmung Temperaturprofile. Diese Profile werden laut Hersteller auf die spezifischen Qualitätsziele von Tata Steel Nederland für ausgewählte Pelletsorten abgestimmt.

Investition für grünes Eisen

„Dies ist eine der größten Investitionen in Forschung und Entwicklung seit Jahren“, erklärt Vincent Ritman, Direktor von Tata Steel R&D. „Mit Primetals Technologies holen wir uns einen zuverlässigen und sachkundigen Partner ins Boot, der uns dabei helfen wird, die Verbindung zwischen der Pelletanlage und unserer künftigen Direktreduktionsanlage zu ermöglichen. Die Anlage kann qualitativ hochwertige und gleichmäßige Pellets in großem Maßstab von 65 Kilogramm für das aktuelle Pellet-Forschungsprogramm produzieren. Dieses Programm ist Teil des geplanten Direktreduktionsprozesses, um „grünes“ Eisen herzustellen und zu testen, ob wir künftig Wasserstoff nutzen können. Wir freuen uns auf eine professionelle und angenehme Partnerschaft mit Primetals Technologies und streben ein erfolgreiches Endergebnis an.“

Die Testinstallation für die Pelletanlage ermögliche es, Rohstoffe schneller, effizienter und umweltfreundlicher zu testen, indem sie laut Hersteller zu Pellets („Murmeln“) verarbeitet werden, die für die Herstellung von Flüssigeisen benötigt werden. Dadurch werde eine optimale und hochwertige Rohstoffmischung gewährleistet. Dies sei auch für die Verbindung der Pelletanlage mit der Direktreduktionsanlage (DRP) wichtig, die sich auf dem Werksgelände in IJmuiden befinden werde.

Mit einer Kapazität von bis zu sechs Tests pro Tag und insgesamt 500 Tests pro Jahr soll die Anlage dazu beitragen, Rohstoffmischungen und der Parametereinstellungen des Indurationsprozesses zu verbessern. Ein integriertes Abgasanalysesystem soll zudem wertvolle Erkenntnisse über die Emissionswerte liefern.

Auf dem Weg zur CO2-Neutralität

In den nächsten Jahren will sich Tata Steel zu einem sauberen, grünen und kreislauforientierten Stahlunternehmen entwickeln. Das Unternehmen verfolge diesen Wandel durch die Umsetzung seines „Green Steel Plans“ in drei Phasen.

In der ersten Phase, die bis 2030 abgeschlossen sein soll, werden ein DRP und ein Elektrolichtbogenofen (EAF) in Betrieb genommen. Diese sollen den Hochofen 7 sowie die Koks- und Gasanlage 2 (KGF2) ersetzen. Dies werde zu einer Reduktion der CO2-Emissionen um 40 Prozent führen. Zusätzlich plane Tata Steel, Maßnahmen zur weiteren Verringerung von (Feinstaub-)Emissionen zu ergreifen und den Einsatz von Schrott in der Stahlproduktion von derzeit 17 Prozent auf 30 Prozent zu erhöhen.

In der zweiten Phase des Übergangs will Tata Steel den Hochofen 6 und die Koks- und Gasanlage 1 (KGF1) schließen. Dies dürfte zu einer CO2-Reduktion von insgesamt etwa 80 Prozent führen. In den folgenden Jahren strebe Tata Steel schließlich bis 2045 an, vollständig CO2-neutral zu werden.

Tata Steel R&D sei ein wichtiger Teil von Tata Steel Nederland. In enger Zusammenarbeit mit seinen Kunden entwickle die innovative Geschäftseinheit neue Stahllösungen, die den Kunden helfen sollen, sich vom Wettbewerb zu differenzieren.

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