Conquistador Roboter? Trend! Kollege Roboter erobert den Mittelstand

Quelle: Pressemitteilung

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Eine repräsentative Umfrage von Fruitcore Robotics offenbart, was deutsche Fach- und Führungskräfte zum wachsenden Einsatz von Robotern in der Industrie halten. Hier das Ergebnis...

Wer den Industrieroboter nur als relativ wuchtiges Unterstützungssystem kennengelernt hat, der weiß vielleicht nichts über den Trend zu kleineren, noch digitaler vernetzbaren Robotern, die auch der Mittelstand für sich entdeckt hat. Hier einige Meinungen von Fachexperten und Entscheidern.
Wer den Industrieroboter nur als relativ wuchtiges Unterstützungssystem kennengelernt hat, der weiß vielleicht nichts über den Trend zu kleineren, noch digitaler vernetzbaren Robotern, die auch der Mittelstand für sich entdeckt hat. Hier einige Meinungen von Fachexperten und Entscheidern.
(Bild: ABB )

Jeder kennt die großen Industrieroboter, die Autos oder anderes schweres Gerät in den entsprechenden Fertigungsstraßen installiert, präzise montieren. Inzwischen gibt es aber auch eine neue Generation von Robotern, die kleiner, digitaler, vernetzter und auch für kleine und mittlere Unternehmen erschwinglich ist. „Weil diese neuen ‚Digital Robots‘ sehr einfach und ohne Vorkenntnisse in Betrieb genommen und bedient werden können, werden sie auch für den Mittelstand immer attraktiver“, registriert Jens Riegger, CEO und Co-Founder von Fruitcore Robotics. Das Unternehmen hat nun über 1.000 deutsche Fach- und Führungskräfte, die vor allem manuelle Arbeit verrichten, planen oder beaufsichtigen, befragt, wie sie zu dieser Entwicklung stehen. Es handelte sich dabei um Unternehmen mit 50 bis 500 Mitarbeitern. Die positiven Erwartungen würden demnach überwiege, doch es gibt auch Sorgen...

Das sind die positiven Erwartungen an Roboter

Fach- und Führungskräfte verbinden mit der möglichen Einführung von Robotern Hoffnungen für ihren Betrieb sowie den eigenen Arbeitsplatz. Prozesse in Unternehmen könnten mit Robotern nämlich schneller ablaufen (denken 65 Prozent), die Produktivität (62 Prozent) und die Qualität (61 Prozent) würden sich erhöhen. Roboter werden einen Wettbewerbsvorteil darstellen, glauben 60 Prozent. Und vielleicht sind Roboter eine Lösung für das Problem des Fachkräftemangels (57 Prozent). Das wäre gut, denn 74 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Betriebe nur schwer oder nur nach sehr langer Zeit qualifizierte Kräfte finden. Zudem könnten Roboter die Arbeitsumgebung sicherer machen (62 Prozent). Sie übernehmen lästige, repetitive Jobs (63 Prozent) und anstrengende Aufgaben (59 Prozent).

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Nutzen Sie das digitale Verbesserungspotenzial aus!

Um die erhofften Vorteile zu realisieren, sollten Mittelständler das Potenzial der digital vernetzten mechanischen Kollegen voll ausschöpfen. Laut der befragten Entscheider und Fachkräfte haben ein Drittel der Betriebe das auch vor, denn 33 Prozent wollen die Roboterdaten auswerten, um Leistung und Langlebigkeit zu verbessern, 31 Prozent denken an eine Verbindung mit der Cloud, um immer mit den aktuellen Updates zu arbeiten. Rund 28 Prozent würden das aus Sicherheitsbedenken aber nicht wollen. Und mehr als ein Viertel (28 Prozent) nimmt sich noch vor, die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz im Zusammenhang mit Robotern zu erforschen.

Fach- und Führungskräfte in Unternehmen, die schon Roboter im Einsatz haben, weisen überdurchschnittlich oft darauf hin, dass auch die klare Aussicht auf Gehaltssprünge bei der Übernahme qualitativ höherwertiger Aufgaben (35 Prozent versus 28 Prozent im Durchschnitt) oder die Aussicht auf eine 4-Tage-Woche (37 Prozent versus 29 Prozent Durchschnitt) attraktive Begleitmaßnahmen sein können.

Einige fürchten sich vor dem Roboter als Kollege

Den neuen Roboterkollegen sehen aber nicht alle Mitarbeiter mit Freuden entgegen, wie sich zeigt. Denn ein Fünftel gab an, sich im Falle einer Einführung überflüssig zu fühlen, 15 Prozent sind von dem Gedanken „überfordert“ und 13 Prozent hätten schlicht Angst vor den Neuerungen. Produktionsleiter gaben zu, die Komplexität bei der Arbeit mit Robotern zu fürchten (24 Prozent). Diese Sorgen müsse das Management ernst nehmen. Begleitmaßnahmen könnten den Wandel erleichtern. Am wichtigsten sind den Befragten Trainings und Upskilling-Programme, die sie für die Arbeit mit Robotern befähigen, wofür sich 34 Prozent aussprechen.

Auch organisatorische Jobs und eine gute Planung sind betroffen: Fast ein Drittel (32 Prozent) ist der Meinung, dass kein Mitarbeiter ausschließlich mit Robotern arbeiten sollte. Zudem wünschten sich viele eine Mitsprache dabei, welche Aufgaben an Roboter übergeben werden und welche nicht (29 Prozent). Etwa ein Drittel (27 Prozent) gab an, durch die Arbeit mit Robotern gegebenenfalls mehr Zeit für höherwertige Aufgaben zu haben. Diese Gruppe wünscht sich dementsprechend eine gute Planung dazu, welche neuen Aufgaben auf sie zukommen werden.

Grundeinkommen und Steuererleichterungen werden gefordert

Digitale Roboter können sich im Durchschnitt schon innerhalb von sechs Monaten amortisieren“, betont Patrick Heimburger, CRO (Chief Revenue Officer) und Co-Founder von Fruitcore Robotics. Sie würden sich deshalb in vielen Bereichen der Wirtschaft zwangsläufig verbreiten. Eine Digitalisierung und Automatisierung in der Breite stelle einen nicht zu unterschätzenden Wandel dar. „Wir haben Fachkräfte deshalb auch gefragt, wie die Politik diesen Wandel begleiten könnte“, führt Heimburger weiter aus. Dabei sprechen sich die meisten für bessere Bildungspakete aus, die aus seiner Sicht vor allem auch in allen technischen Ausbildungen Sinn machen.

Schulen und weiterführende Bildungseinrichtungen sollten besser technische Programme anbieten, um die Gesellschaft besser auf eine Roboterautomatisierung in der Breite vorzubereiten, fordern 41 Prozent der Befragten. Über ein Drittel (37 Prozent) wünscht sich Anreize für Privatunternehmen, eine bessere Ausbildung für den Wandel anzubieten. Genau ein Drittel würde sich zudem besser fühlen, gäbe es ein Bedingungsloses Grundeinkommen als „Sicherheitsnetz“. Und ein Viertel halten eine Robotersteuer für eine gute Idee, die gegebenenfalls reduzierte Einkommenssteuerbeiträge kompensieren könnte.