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Der Festkörperlaser – für Dünnbleche optimal
Festkörperlaser-Anlagen hingegen spielen bekanntermaßen ihre Vorzüge bei Dünnblechen bis in den mitteldicken Blechstärkenbereich aus und können hier sehr hohe Vorschubgeschwindigkeiten vorweisen. Kohllöffel nennt ein Beispiel: „Mit dem Scheibenlaser von Trumpf ist das Schmelzschneiden von Baustahl und rostfreiem Edelstahl im Dünnblech besonders interessant. Hier punktet der Festkörperlaser mit sehr hohen Vorschüben und gleichzeitig hervorragender, oxidfreier Kantenqualität. Das gilt für das 2D- und 3D-Laserschneiden gleichermaßen.“ Festkörperlaser arbeiten zudem sehr energieeffizient und wartungsarm und eignen sich als Universalmaschine zum Schneiden von Buntmetallen wie etwa Kupfer oder Messing. „Das liegt daran“, begründet Dr. Hesse, „dass der Festkörperlaser nur etwa ein Zehntel der Lichtwellenlänge des CO2-Lasers besitzt. Buntmetalle können diese Strahlung viel besser absorbieren und lassen sich dementsprechend energieeffizienter und besser schneiden.“ „Das ist übrigens auch ein schöner Vorteil der Scheibenlasertechnologie“, ergänzt Kohllöffel. Diese ist gegenüber anderen FKL-Quellen deutlich unempfindlicher hinsichtlich Reflexionen, die beim Schneiden von Buntmetallen entstehen können. 3D-FKL-Anlagen von Trumpf erledigen zudem auch Wärmeleitschweiß- oder Auftragschweißaufgaben, was diese Maschinen noch flexibler macht.
Im Vergleich zum Schneiden von dreidimensionalen Bauteilen erfordert das Schneiden von Tafelmaterial mit dem Laser ein anderes Maschinenkonzept. Die räumlichen Anforderungen und die kinematischen Freiheitsgrade bei der Bewegung sind sehr unterschiedlich. Typischerweise sind 2D-Schneidanlagen kartesische Drei-Achs-Maschinen. Beim 3D-Bearbeiten kommen noch zwei rotatorische Achsen hinzu. „Beim 3D-Schneiden ist darauf zu achten, den Strahl immer orthogonal auf das Blech zu führen. Dann haben wir optimale Bedingungen, um den Schneidprozess durchzuführen“ erklärt Ralf Kohllöffel.
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