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Trends bei Laserschneidanlagen

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Das 3D-Laserschneiden wird immer mehr nachgefragt

Wichtig sind auch die Unterschiede hinsichtlich des Anwendungsspektrums. 2D-Laserschneidanlagen trennen generell Dünn- bis Dickbleche – und das möglichst ohne manuelles Rüsten. Mit 3D-Schneidanlagen hingegen werden überwiegend Dünnbleche, typischerweise zwischen 0,8 und 2,5 mm, bearbeitet – etwa warmumgeformte Bauteile (Hot-Forming-Teile), wie sie zum Beispiel in der Automobilindustrie vorkommen. Sie sind auf dieses Materialspektrum hin optimiert. „In der letzten Zeit erhalten wir auch häufig Anfragen aus der Konsumentenelektronikindustrie hinsichtlich 3D-Laserschneidanlagen zum flexiblen Schneiden von Konturen. Hier besitzt der Laser im Vergleich mit anderen Fertigungsverfahren große Vorteile“, sagt Kohllöffel.

„Bei der Auswahl einer 2D-Laserschneid-anlage sind Blechdicken und Materialien entscheidende Faktoren. Ob eine CO2- oder eine Festkörperlaseranlage die wirtschaftlichere Lösung ist, entscheidet dann im Wesentlichen der Materialmix, der bearbeitet werden soll“, erklärt Dr. Hesse. Als Technologieführer entwickelt Trumpf die Lasermaschinen stetig weiter. Das geschieht in enger Abstimmung zwischen den Entwicklungsabteilungen für Laserstrahlquellen, Bearbeitungsoptiken, Maschinenkomponenten und Software. „Das ist in dieser Form einzigartig“, verrät Dr. Hesse. So hat Trumpf in der Blechbearbeitung mittels Festkörperlaser erst kürzlich ein neues Kapitel aufgeschlagen. „Die Universalität des Festkörperlasers hat bei Trumpf durch schneidtechnologische Weiterentwicklungen, wie die BrightLine-fiber-Technologie, einen Durchbruch erfahren. Wir merken, dass sich dieses im Markt tatsächlich auch immer mehr durchsetzt“, konstatiert Dr. Hesse. BrightLine fiber bedeutet, dass sich auf einer FestkörperlaserMaschine nun ein sehr breites Spektrum an Blechdicken und Metallarten in hervorragender Festkörperlaser-Schnittqualität bearbeiten lässt: von Baustahl über Edelstahl bis hin zu Aluminium von 1 bis 25 mm Blechdicke. Außerdem lassen sich noch feinere Konturen und kleine Bohrungen, die man zuvor noch mechanisch einbringen musste, direkt schneiden. Die neue Generation der TruLaser 5030 fiber für das 2D-Laserschneiden bringt dem Anwender mehr Leistung, mehr Flexibilität und mehr Produktivität – und das bei höherer Prozesssicherheit. Der erstmalig auf der Messe Euroblech 2014 gezeigte Einsatz eines 8-kW-TruDis- Lasers für das 2D-Schneiden führt zu einem weiteren Produktivitätsschub über den gesamten Blechdickenbereich hinweg. Hinzu kommt eine Blechdickenerweiterung für das Schneiden mit dem Festkörperlaser auf bis zu 40 mm Edelstahl. Zahlreiche neue und weiterentwickelte Funktionen bewirken zudem einen Effizienzgewinn und steigern die Produktivität. Neu sind dabei Smart Collision Prevention und Drop&Cut sowie CoolLine bei FKL. Zudem wurde PierceLine deutlich weiterentwickelt. CoolLine stabilisiert durch gezielte Kühlung den Baustahlschneidprozess. Das Ergebnis: höhere Materialgütetoleranz, filigranere Teile oder eine engere Tafelbelegung sind möglich. Smart Collision Prevention reduziert das Risiko von Kollisionen auf ein Minimum und somit auch mögliche ungeplante Stillstandszeiten und ermöglicht gleichzeitig ein engeres Schachteln der Teile. Durch Drop&Cut lassen sich Resttafeln sehr einfach für die Nachproduktion nutzen. Durch eine Weiterentwicklung der Einstechsensorik PierceLine wurde der Einstechprozess nochmals verbessert, der nun viel schneller abläuft und das sichere Schneiden von noch kleineren Konturen erlaubt. „Die neue TruLaser 5030 fiber sorgt als produktive Universalmaschine für minimale Teilekosten und neue Freiheitsgrade für die Bearbeitung komplexer, kleiner Konturen bis in den Dickblechbereich. Zusätzlich erreicht sie über die neuen Funktionen ein immer breiteres Materialspektrum und hohe Produktivität bei hoher Qualität“, fasst Dr. Hesse zusammen.

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