Der Verkauf von Autos der Konzerne Mercedes-Benz und Volkswagen schwächelt vor allem in China und in den USA. Hier die betrüblichen Zahlen für das abgelaufene Jahr.
Wird der CLA für Mercedes der dringend nötige Absatzbringer? Aber auch Volkswagen und andere deutsche Automobilhersteller verzeichnen Rückgänge bei den Verkaufszahlen. Lediglich BMW kam relativ gut durch das letzte Jahr. Hier ein kleiner Abriss über die Entwicklungen ...
(Bild: Mercedes-Benz)
Der VW-Konzern, heißt es mit Blick auf 2025, lieferte weltweit 8,98 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken aus. Das waren 0,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, stellten die Wolfsburger fest. Und bei Mercedes-Benz ist die Lage noch etwas schlechter, denn die Stuttgarter setzten mit rund 2,16 Millionen Pkw und Vans rund zehn Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahr an die Händler ab. Bei BMW sieht es aber anders aus! Denn die Münchener genießen ein kleines Plus von 0,5 Prozent, wie der Konzern letzte Woche verkündete. Etwa 2,46 Millionen Fahrzeuge verkaufte demnach BMW im letzten Jahr. Dabei gelte es aber zu bedenken, dass die Zahlen angesichts der etwas unterschiedlichen Berechnung nicht eins zu eins miteinander vergleichbar seien, wenn der Trend auch korrekt zu erkennen sei. Schauen wir uns mal die Entwicklung der drei Auto-Player detaillierter an:
VW punktete zwar in Europa, aber das reichte nicht
In Europa legte Volkswagen zwar mit 3,38 Millionen Fahrzeugen aller Konzernmarken um 3,8 Prozent mehr als 2024 zu. Doch das habe die Rückgänge in China und Nordamerika nicht ausgleichen können, was an der intensiven Wettbewerbssituation in China sowie an den Zöllen und der ausgesetzten Elektroförderung in den USA gelegen habe. In China purzelte der Verkauf von E-Autos etwa um acht Prozent nach unten. In den USA schwanden die Verkaufszahlen um 10,4 Prozent im Vergleich zu 2024. Sehr positiv habe sich der Absatz von reinen Elektroautos entwickelt. Denn alle VW-Marken verkauften gut 33 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Davon gingen 66 Prozent an Kunden in Europa.
Mercedes-Benz trifft Zurückhaltung der Chinesen
Die Stuttgarter gliedern ihren Fahrzeugabsatz bekanntlich nach Pkw und Vans. In puncto Pkw verkaufte man demnach etwas über 1,8 Millionen Stück, was einem Minus von neun Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. Der Bereich Vans musste einen Rückgang von elf Prozent (auf 359.100 Fahrzeuge) hinnehmen. Rein elektrisch war bei den Pkw von Mercedes-Benz knapp jeder zehnte Wagen. In China, wohin man noch immer fast ein Drittel aller Autos liefert, fiel der Rückgang mit 19 Prozent besonders ins Gewicht. Dort sitze das Geld einfach nicht mehr so locker wie früher und der Wettbewerb durch neue einheimische Unternehmen steige. In den USA hätten sich unter anderem die Zölle auf den Konzernabsatz ausgewirkt. Man verkaufte dort im vergangenen Jahr rund 285.000 Fahrzeuge, was einem Rückgang von zwölf Prozent bedeutet. Jetzt sollen es neue Modelle, wie der elektrische CLA und der GLC richten, denn die Bestellungen liegen über den Erwartungen, heißt es. Auch die neue S-Klasse soll kommen. In Deutschland blieben die Schwaben mit 213.200 Fahrzeugen immerhin auf Vorjahresniveau.
Auch BMW drückt das schlechtere China-Geschäft
Bei BMW sieht das China-Geschäft aber auch nicht rosig aus. Denn die dortige Marktschwäche hatte im Herbst auch bei den Münchenern dazu geführt, dass man eine Gewinnwarnung veröffentlichen musste. Doch die Verkäufe in Europa und den USA – aber auch die der Tochtermarke Mini – bewahrten BMW vor einem weiteren Jahr mit schrumpfenden Auslieferungen. Konkret verkaufte BMW in Europa im vergangenen Jahr 1,02 Millionen Autos, was 7,3 Prozent mehr als im Vorjahr heißt. In den USA waren es 417.638 (ein Plus von fünf Prozent). In China ging es allerdings in der Zeit um 12,5 Prozent nach unten (auf 625.527 Autos).
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