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Vermessung und Inspektion von Karosserieblechteilen, Werkzeugen und Bauteilen

| Redakteur: Frauke Finus

Mit einer automatisierten Roboter-Messzelle mit optischem Messsystem verbessert Schuler nach eigenen Angaben ab sofort die Qualität von Karosseriewerkzeugen und beschleunigt den Tryout.

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Durch eine automatisierte Roboter-Messzelle mit optischen 3D-Messsystem verbessert Schuler nun die Qualität von Werkzeugen und beschleunigt die Einrichtung.
Durch eine automatisierte Roboter-Messzelle mit optischen 3D-Messsystem verbessert Schuler nun die Qualität von Werkzeugen und beschleunigt die Einrichtung.
( Bild: Schuler )

Bei der Vermessung von Karosserieblechteilen kommt bislang vor allem die herkömmliche taktile Messtechnik zum Einsatz. Dabei werden einzelne Punkte an der Oberfläche angetastet, aus denen sich Rückschlüsse auf die Maßhaltigkeit des Bauteils ziehen lassen. Da bei dieser Messmethode lediglich wenige Einzelpunkte ausgewertet werden, können Bauteilgeometrien nur unvollständig geprüft werden. Schuler verfügt daher seit wenigen Monaten über eine automatisierte Roboter-Messzelle mit einem optischen Messsystem, wie das Unternehmen mitteilt.

Der 3D-Scanner von GOM liefert hoch aufgelöste 3D-Koordinatenmessdaten von Karosserieblechteilen und Werkzeugen. Mittels des neuen Messsystems kann Schuler Bauteile bis zu einer Größe von Seitenteilen vollständig und in kurzer Zeit auf Form und Maßhaltigkeit prüfen, wie es in einer Unternehmensmitteilung heißt. Ebenso sei der vollflächige Abgleich zur Soll-Geometrie möglich.

Streifenmuster wird auf die Objektoberfläche projiziert

„Weil wir nun die gesamte Bauteil-Geometrie auf einmal messen können, beschleunigen wir die Einrichtung der Werkzeuge deutlich“, erklärt Schuler-Geschäftsführer Udo Binder, der den Werkzeugbau leitet. „Dank der hohen Qualität der Messdaten verbessern wir auch die Qualität unserer Werkzeuge und benötigen weniger Korrekturschleifen. Darüber hinaus können wir die Werkzeuge selbst einscannen, digitalisieren und mit den Daten aus der Konstruktion abgleichen.“

Um das Bauteil räumlich zu erfassen, projiziert der Messsensor ein präzises Streifenmuster auf die Objektoberfläche, welches von zwei Kameras nach dem Stereokameraprinzip erfasst wird, wie es heißt. Da die Strahlengänge beider Kameras und des Projektors durch die Kalibrierung vorab bekannt seien, ließen sich 3D-Koordinatenpunkte aus den drei unterschiedlichen Strahlenschnitten berechnen. Dieses Triple Scan Prinzip biete unter anderem Vorteile bei der Messung reflektierender Oberflächen.

Die innovative Messtechnik eignet sich nach Angaben von Schuler besonders für komplizierte Strukturteile wie Längsträger und B-Säulen oder für Außenhautteile wie Türen, Front- und Heckklappen, Dächer und komplette Seitenwände.

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